Otto Warmbier (✝22) ist beerdigt worden. Der US-amerikanische Student, der während eines Nordkorea-Aufenthalts inhaftiert worden und nach einiger Zeit ins Koma gefallen war, wurde am Donnerstagmittag in seiner Heimat Wyoming, Ohio beigesetzt. Zuvor hatte an der städtischen Highschool eine Gedenkfeier stattgefunden.

Tausende Trauergäste hatten sich am Donnerstagmorgen an der Wyoming High School eingefunden - so viele, dass laut Daily Mail ein Einlassstopp verhängt werden musste, als die Aula der Schule ihr Limit von 2100 Besuchern erreicht hatte. Sowohl Warmbiers Schwester Greta als auch sein Bruder Austin gedachten dem Verstorbenen auf der Bühne. Letzterer konnte die Trauergemeinde sogar etwas zum Lachen bringen: “Es war völlig egal, wo er war oder was er gerade gemacht hat, er war immer für einen da, wenn man ihn brauchte. [...] Wenn ich Stress mit meinen Eltern hatte, hat er sie aus Charlottesville angerufen und zu überzeugen versucht, das ich nicht so ein schreckliches Kind war, wie sie dachten.” Nach der etwa einstündigen Zeremonie wurden Warmbiers sterbliche Überreste zum Oak Hill Friedhof gebracht und beerdigt.

Otto Warmbier war im Januar 2016 während seiner Reise nach Nordkorea wegen “feindlicher Aktivitäten” festgenommen und zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Man hatte ihm den Versuch vorgeworfen, in einem Pjöngjanger Hotel ein Propagandaplakat zu entwenden. Am 13. Juni wurde der Student aufgrund seines schlechten Gesundheitszustandes in die USA zurückgeführt. Sechs Tage später verstarb er an Herzversagen infolge eines Hirnschadens.

Otto Warmbiers FamilieGetty Images/Paul Vernon
Otto Warmbiers Familie
Trauerfeier für Otto Warmbier in der Aula der Wyoming High SchoolGetty Images/ Handout
Trauerfeier für Otto Warmbier in der Aula der Wyoming High School
Otto Warmbier nach seiner VerurteilungSIPA PRESS
Otto Warmbier nach seiner Verurteilung


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