Nach Hollywood wird jetzt auch die Sportwelt von Belästigungsvorwürfen erschüttert! Vor wenigen Tagen machte US-Kunstturnerin McKayla Maroney (22) öffentlich, dass sie als 13-Jährige von ihrem Teamarzt missbraucht worden sei. Die Offenheit der Olympiasiegerin inspirierte jetzt auch die chinesische Hürdenläuferin Lui Lai Yiu (23), mit ihrer "#MeToo"-Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

Auf Facebook veröffentlichte die Sportlerin aus Hong Kong an ihrem 23. Geburtstag ein Statement, in dem sie ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung durch ein Teammitglied schildert. An einem Samstagnachmittag vor etwa zehn Jahren habe sich Luis Trainer telefonisch bei ihr gemeldet und ihr eine Massage angeboten. Da dies in Sportlerkreisen nichts Ungewöhnliches ist, sei sie auf den Vorschlag eingegangen und habe sich mit ihm getroffen. Als sie in seinem Haus waren und er sie gebeten habe, ihre Hose auszuziehen, habe das Mädchen nichts Böses vermutet. "Ich habe ihm vertraut. Deshalb hätte ich nie gedacht, dass er seinen Schülern so etwas Abscheuliches antun würde", verriet die Leichtathletin. Nachdem der Coach mit seiner "Massage" begonnen hatte, habe er Lui auch im Intimbereich berührt.

Zehn Jahre lang behielt sie den Vorfall für sich. Nur einer Freundin habe sie von ihrem furchtbaren Erlebnis erzählt. Mit ihrem Statement möchte die Chinesin jetzt anderen Mut machen und die Aufmerksamkeit auf den Missbrauch von Kindern lenken. Vor allem habe sie sich mit ihrer Offenbarung selbst einen Gefallen getan: "Die Wahrheit zu sagen, ist eine Art von Befreiung. Es ist meine Verwandlung vom Opfer zu einer Überlebenden. Es ist ein Geburtstagsgeschenk an mich selbst."

Lui Lai Yiu, LeichtathletinInstagram / laiyiului
Lui Lai Yiu, Leichtathletin
Lui Lai Yiu, HürdenläuferinInstagram / laiyiului
Lui Lai Yiu, Hürdenläuferin
McKayla Maroney bei der Turn-WM in Antwerpen 2013Getty Images / Dean Mouhtaropoulos
McKayla Maroney bei der Turn-WM in Antwerpen 2013


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