Mit dem Film "Mädchen, Mädchen" gelang Felicitas Woll (41) der Durchbruch, für ihre Rolle in "Berlin, Berlin" erhielt sie unter anderem den Deutschen Fernsehpreis. Am kommenden Dienstag wird sie in dem TV-Zweiteiler "Du sollst nicht lügen" zu sehen sein. Darin geht es um Macht. Und deren Missbrauch. Ein Thema, das auch die Schauspielerin bewegt. Denn als sie einmal für eine Rolle vorgesehen war, bekam sie ein unmissverständliches Angebot.

"Überall, wo Macht im Spiel ist, besteht eine potenzielle Gefahr, diese zu missbrauchen. Auch für sexuelle Zwecke", erklärt die 41-Jährige in einem Interview mit Bild am Sonntag. Sie selbst habe das Angebot abgelehnt, die Rolle war daraufhin weg. Allerdings müsse man stark sein, um sich in einer solchen Lage zu wehren. Für sie sei immer klar gewesen, dass sie sich nicht bedrängen oder an die Wand stellen lassen wolle, nur um etwas zu bekommen, das sie in diesem Moment vielleicht möchte. "Das erfordert aber Mut und Selbstwertgefühl", sagt sie.

Ihr Erlebnis sei jedoch weniger extrem als das im Film dargestellte. Für "Du sollst nicht lügen" schlüpfte Felicitas in die Rolle von Laura, die nach einer gemeinsamen Nacht mit Hendrik (gespielt von Barry Atsma) mit Erinnerungslücken aufwacht. Sie glaubt, vergewaltigt worden zu sein, er spricht von einvernehmlichem Sex. "Es erschreckt mich, wie viele Frauen exakt diese Situation erleben und ihnen hinterher nicht geglaubt wird", hält die Zweifach-Mama fest.

Felicitas Woll beim Deutschen Filmpreis 2010 in Berlin
Getty Images
Felicitas Woll beim Deutschen Filmpreis 2010 in Berlin
"Berlin, Berlin"-Star Felicitas Woll beim deutschen Filmpreis im Februar 2017 in Düsseldorf
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"Berlin, Berlin"-Star Felicitas Woll beim deutschen Filmpreis im Februar 2017 in Düsseldorf
Felicitas Woll beim Bayerischen Fernsehpreis 2015
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Felicitas Woll beim Bayerischen Fernsehpreis 2015


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