Nach Archies Geburt geriet Prinz Harry in eine tiefe Krise
Prinz Harry (42) hat einen erschütternden Einblick in seine psychische Verfassung nach der Geburt seines ersten Kindes gegeben. In dem kostenpflichtigen MasterClass-Onlinekurs "Redefining Grief: Building Resilience Through Loss" sprach der Herzog von Sussex mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor über eine schwere Krise, die er während einer mehrwöchigen Auszeit in Kanada durchlebte. Nur wenige Monate nach der Geburt seines Sohnes Prinz Archie (7) am 6. Mai 2019 hatten sich Harry und Herzogin Meghan (45) nach Nordamerika zurückgezogen. Damals stand die offizielle Trennung vom britischen Königshaus noch bevor. Doch statt während der Auszeit zur Ruhe zu kommen, verschlechterte sich Harrys psychischer Zustand rapide. "Innerhalb von zwei oder drei Tagen stürzte ich ab", erinnerte er sich laut People. Etwa zwei Wochen lang habe er unter Depressionen gelitten. Selbst alltägliche Dinge seien plötzlich zur Herausforderung geworden. So habe ihn bereits das Tragen eines Oberhemds überfordert, weil der enge Kragen bei ihm ein regelrechtes Erstickungsgefühl ausgelöst habe. Auf dem Weg zur Arbeit habe er außerdem Panikattacken erlebt.
Mittlerweile glaubt Harry zu verstehen, weshalb ihn die Auszeit damals so heftig aus der Bahn warf. Über einen langen Zeitraum habe sein Körper aufgrund des ständigen Drucks in einem dauerhaften Alarmzustand gestanden und entsprechend viel Adrenalin ausgeschüttet. Als dieser Stress während seines Aufenthalts in Kanada plötzlich nachließ, sei es zu einem massiven Einbruch gekommen. Der Royal habe damals sogar das Gefühl gehabt, auf die Anspannung angewiesen zu sein, damit sein Gehirn weiterhin die gewohnte Menge an Adrenalin erhalte. Ohne diesen Zustand sei er zu Hause kaum noch handlungsfähig gewesen. Eigentlich hatte die mehrwöchige Pause dazu dienen sollen, Abstand vom belastenden Alltag zu gewinnen und neue Kraft zu schöpfen. Stattdessen wurde Harry bewusst, wie sehr ihn die vergangenen Jahre körperlich und psychisch erschöpft hatten. Insbesondere die Panikattacken und das beklemmende Gefühl beim Tragen enger Kleidung machten ihm deutlich, dass er sich mit seiner Gesundheit auseinandersetzen musste. Seine Gesprächspartnerin Dr. Mary-Frances erklärte dazu, dass chronischer Stress den Hormonhaushalt beeinflussen und unter anderem mentale Erschöpfung, Benommenheit sowie ausgeprägte Müdigkeit am Morgen verursachen könne.
Die schwierige Phase ereignete sich zu einem Zeitpunkt, an dem sich Harrys Leben ohnehin grundlegend veränderte. Im Mai 2019 hatten er und Meghan ihren ersten Sohn Archie auf der Welt begrüßt und waren erstmals Eltern geworden. Gleichzeitig wuchs der Druck auf das Paar, das sich zunehmend mit seiner Rolle innerhalb der britischen Königsfamilie auseinandersetzte. Während nach außen zunächst das Familienglück im Vordergrund stand, kämpfte Harry hinter verschlossenen Türen mit erheblichen psychischen Belastungen. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe ihres Rückzugs als ranghohe Royals im Januar 2020 verbrachten die Sussexes mehrere Wochen in Kanada. Wenig später entschieden sie sich schließlich für einen Neuanfang abseits des britischen Königshauses. Mit seinen aktuellen Aussagen im MasterClass-Kurs macht der inzwischen zweifache Vater deutlich, wie stark ihn die damaligen Veränderungen und der jahrelange Stress tatsächlich mitgenommen hatten.






















