Streit: Harry und William ehren Dianas Andenken verschieden

Streit: Harry und William ehren Dianas Andenken verschieden

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Zwischen Prinz Harry (42) und Prinz William (44) soll es offenbar neuen Zündstoff geben – ausgerechnet beim Gedenken an ihre verstorbene Mutter Prinzessin Diana (†36). Wie RadarOnline berichtet, soll der Herzog von Sussex verärgert darüber sein, dass ihn sein älterer Bruder mit einer möglichen Ehrung für Diana in den Schatten stellen könnte. Hintergrund ist der 30. Todestag der Prinzessin am 31. August 2027. Harry soll dem Bericht zufolge an einer Dokumentation über das Leben und das humanitäre Vermächtnis seiner Mutter arbeiten. William könnte sich als Thronfolger hingegen dafür einsetzen, dass Diana nachträglich wieder mit der Anrede "Ihre Königliche Hoheit" gewürdigt wird. Für Harry wäre eine solche, fest in der Monarchie verankerte Geste selbst nicht umsetzbar. Deshalb soll er befürchten, dass sein TV-Projekt neben der historischen Ehrung seines Bruders nur noch zweitrangig wirken könnte. Offiziell ist bislang jedoch nichts beschlossen: Weder Harrys angeblich geplante Dokumentation noch Williams möglicher Vorstoß zur Wiederherstellung der früheren Anrede ihrer Mutter wurden bestätigt.

Ein Insider erklärte den vermeintlichen Konflikt gegenüber RadarOnline wie folgt: "Wenn William letztlich dabei helfen kann, etwas wiederherzustellen, das ihrer Mutter genommen wurde, sieht Harry das als eine unglaublich greifbare Geste." Und weiter: "Eine Fernsehsendung kommt und geht, während es Bestand hätte, HRH Diana wieder in die historischen Aufzeichnungen aufzunehmen. Aus Harrys Sicht besteht die Gefahr, dass alles, was er produziert, zweitrangig wirkt." Zu einem Wettstreit zwischen den Brüdern wolle Harry das Andenken an seine Mutter dem Bericht zufolge aber nicht machen. Gleichzeitig wolle er sich nicht ausgerechnet mit jener Ehrung übertrumpft fühlen, die er Diana selbst nicht ermöglichen kann. Auch die Produktion soll noch vor Hürden stehen: Dianas Schwestern Lady Sarah McCorquodale (71) und Lady Jane Fellowes (69) hätten wegen ihrer Beziehungen zu William, König Charles III. (77) und der Königsfamilie kein Interesse an einer Teilnahme. Die Schwestern haben sich auch in der Vergangenheit selten geäußert. Harry wolle zudem seinen Onkel Charles Spencer (62) einbinden, befinde sich aber noch in der Findungsphase.

Ihre Anrede "Ihre Königliche Hoheit" verlor Diana 1996 nach der Scheidung vom damaligen Prinzen Charles. Bekannt blieb sie fortan als Diana, Prinzessin von Wales. Ihr Bruder Charles Spencer schildert in seinem Buch "Swan Song: Diana, meine Schwester", dass Queen Elizabeth II. nach dem Tod seiner Schwester angeboten habe, ihr die Anrede zurückzugeben. Überbracht worden sei die Nachricht von deren Privatsekretär Robert Fellowes (†82). Charles habe den Vorschlag damals abgelehnt, weil er in der posthumen Wiederherstellung keinen Sinn gesehen habe. Später fragte er sich nach eigener Darstellung allerdings, ob William und Harry diese symbolische Geste womöglich geschätzt hätten. Die Brüder ehrten ihre Mutter in der Vergangenheit bereits gemeinsam. Zum 20. Todestag wirkten beide 2017 an der Dokumentation "Diana, Our Mother: Her Life and Legacy" mit. Inzwischen gilt das Verhältnis von Harry und William als zerrüttet, gemeinsame Projekte zu Ehren Dianas sind derzeit nicht bekannt.

Collage: Prinzessin Diana, Prinz Harry und Prinz William
JEAN-PIERRE MULLER/AFP via Getty Images, Andy Stenning/Pool/Afp via Getty Images, Chris Jackson/Gett
Collage: Prinzessin Diana, Prinz Harry und Prinz William
Prinzessin Diana, Prinz Harry, Prinz William und König Charles III. im September 1995
Imago
Prinzessin Diana, Prinz Harry, Prinz William und König Charles III. im September 1995
Prinz William und Prinz Harry, britisches Königshaus
Getty Images
Prinz William und Prinz Harry, britisches Königshaus
Sollte Prinzessin Diana posthum wieder als "Ihre Königliche Hoheit" bezeichnet werden?