Krebs und Krisen: König Charles will endlich seine Ruhe
König Charles III. (77) befindet sich weiterhin in Krebsbehandlung – und möchte sich in dieser Zeit offenbar nicht länger in öffentliche Streitigkeiten innerhalb der royalen Familie hineinziehen lassen. Im Oktober autorisierte der Monarch deshalb gleich zwei ungewöhnlich deutliche Stellungnahmen des Buckingham-Palasts: eine zum unveränderten Status von Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) als Privatpersonen, eine weitere zu den Vorwürfen seines ehemaligen Schwagers Charles Spencer (62) in dessen Memoiren "Swan Song: Diana, My Sister". Ein Palastinsider erklärte gegenüber OK!, die Wortmeldungen seien nicht als Angriff gemeint gewesen, sondern sollten Spekulationen eindämmen und wiederkehrende Fragen ein für alle Mal beantworten. "Der König möchte Ruhe um sich herum, und seine Erklärungen sollten versuchen, diese Ruhe zu schützen", erklärte die Quelle. Charles werde weiterhin gegen Krebs behandelt und habe "absolut kein Interesse" daran, diese Phase seines Lebens mit endlosen Debatten über vergangene Ereignisse zu verbringen. Ebenso wolle er verhindern, dass sich jede royale Kontroverse zu einem langwierigen öffentlichen Streit entwickle.
Besonders brisant ist die Passage in Charles Spencers Buch, in der der Bruder von Prinzessin Diana behauptet, der damalige Prinz Charles habe ihm unmittelbar nach Dianas Tod im Jahr 1997 gesagt: "Sei versichert, wir werden sie schon bald vergessen." Der Buckingham-Palast widersprach dieser Darstellung mit einer seltenen persönlichen Reaktion. Der König sei sich bewusst, "dass der Schmerz brüderlicher Trauer den Verstand trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise färben kann, die andere selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust nicht erkennen können", hieß es in dem Statement. Zugleich betont Charles Spencer, sein Buch sei nicht als gezielter Angriff auf den König gedacht. Laut dem OK!-Insider hätte der Palast das Werk normalerweise nicht kommentiert. Wegen zahlreicher Medienanfragen und der sehr persönlichen Anschuldigung habe jedoch die Sorge bestanden, dass Schweigen als Bestätigung ausgelegt werden könnte. Die Strategie sei deshalb klar: die Position einmal festhalten, weitere Debatten möglichst stoppen und anschließend nach vorn schauen, statt öffentlich gegen Charles Spencer zu kämpfen.
Die zweite Klarstellung betraf Harry und Meghan nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien. Der Palast erinnerte daran, dass beide seit ihrem Rückzug im Jahr 2020 keine arbeitenden Mitglieder der Royal Family mehr sind und keine repräsentativen Aufgaben für den Monarchen übernehmen. Auch ihre wohltätigen Aktivitäten seien Privatsache und würden ausschließlich in persönlicher Funktion ausgeübt. Entsprechende Hinweise gingen an Harrys Vertreter sowie an ranghohe Ansprechpartner in Regierung, Militär und Königshaus, damit bei öffentlichen Auftritten des Paares keine Unklarheit über deren Rolle entsteht. Das Ehepaar reagierte offenbar irritiert – das Team der beiden soll erst kurz vor der Veröffentlichung in den Medien informiert worden sein. Der Buckingham-Palast begründete die Einordnung damit, nach der Rückkehr des Ehepaares "Zweifel oder Verwirrung zu vermeiden". Dem OK!-Insider zufolge sucht Charles auch mit seinem jüngeren Sohn keinen Streit. Die klare Abgrenzung soll vielmehr wiederkehrende Statusdiskussionen verhindern und damit zusätzlichen Druck vom krebskranken König fernhalten.


























