

Skandal-Schiri Manfred Amerell tot aufgefunden
Manfred Amerell, einer der bekanntesten Bundesliga-Schiedsrichter, ist im Alter von 65 Jahren tot in seiner Wohnung aufgefunden worden.
Die Polizei fand die Leiche des ehemaligen Schiedsrichters und Schiedsrichtersprechers des DFB in seiner Münchner Bleibe. Wie die der Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD berichtet, sei der Briefschlitz in Amerells Wohnung überfüllt gewesen, die Polizisten hätten die Wohnungstür aufbrechen müssen. „Wir haben unter dieser Adresse heute Nachmittag eine tote Person aufgefunden. Ermittlungen zur Todesursache dauern noch an“, bestätigten die Beamten gegenüber der Bild.
Amerells Karriere begann im Jahr 1970, als er Geschäftsführer beim TSV 1860 München wurde. Fünf Jahre später wechselte er in gleicher Funktion zum FC Augsburg und anschließend (1979) zum Karlsruher SC. 1984 gab er schließlich sein Schiedsrichterdebüt in der 2. Bundesliga, 1986 durfte er sein erstes Spiel der 1. Bundesliga pfeifen.
Für einen großen Skandal sorgte Amerell im Februar 2010, als ihm der damals 29-jährige Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter sexuelle Belästigung vorwarf. Amerell forderte von Kempter daraufhin 150.000 Euro Schadensersatz und sprach öffentlich von einer Hetzkampagne gegen seine Person. Kurze Zeit später gab Amerell seinen Rücktritt beim DFB bekannt. Erst Ende 2011 endete der Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Stuttgart mit einem Vergleich. Noch in diesem Jahr ließ er rückblickend auf die Schlammschlacht verlauten: „Seit dem 1. Februar 2010 lebe ich nicht mehr, ich existiere nur noch.“
Warum Manfred Amerell nun gestorben ist, konnte noch nicht geklärt werden. Die Polizei ermittelt nun. Amerell hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei erwachsene Kinder.





