Andrews Sieg vor Gericht ändert für Charles offenbar nichts

Andrews Sieg vor Gericht ändert für Charles offenbar nichts

- Theresa Neureuter
Lesezeit: 3 min
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Andrew Mountbatten-Windsor (66) hat vor dem High Court einen juristischen Teilerfolg gegen die Thames Valley Police erzielt – an der Haltung von König Charles III. (77) gegenüber seinem Bruder soll das jedoch nichts ändern. Wie Express berichtet, räumte die Polizei im Verfahren ein, dass die Durchsuchungsbeschlüsse für Andrews Wohnsitze auf Grundlage falscher gesetzlicher Vorschriften beantragt worden waren. Richter Hilliard erklärte die Beschlüsse daraufhin für rechtswidrig. Die Entscheidung bedeutet für den Ex-Prinzen allerdings weder einen Freispruch noch das Ende der Ermittlungen wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt. Das Urteil enthält keine Entscheidung über eine mögliche Rückkehr zu royalen Aufgaben. Andrew wurde im Februar ausgerechnet an seinem 66. Geburtstag festgenommen und anschließend befragt. Danach kam er wieder auf freien Fuß, angeklagt wurde er bislang nicht. Er weist die Vorwürfe zurück.

Offen ist weiterhin, ob die Ermittler das bei den Durchsuchungen beschlagnahmte Material behalten und für ihre Ermittlungen verwenden dürfen. Das Gerichtsurteil betrifft die Rechtswidrigkeit der Durchsuchungsbeschlüsse, klärt jedoch nicht, ob die Vorwürfe gegen Andrew zutreffen. An seiner Stellung innerhalb der Königsfamilie ändert der juristische Erfolg deshalb offenbar nichts: Er nimmt weiterhin keine öffentlichen royalen Aufgaben wahr und darf weder den Prinzentitel noch die Anrede "Royal Highness" führen. Auch sein Titel Duke of York wird nicht mehr offiziell verwendet. Sein früheres Zuhause in Windsor hat er ebenfalls verloren. Der Buckingham-Palast stellte zudem laut Express klar, dass Charles seinen Bruder zwar finanziell bei den Wohnkosten unterstützt, Andrews juristischen Kampf gegen die Polizei aber nicht mit privaten Mitteln des Königs finanzieren wird. Ein Freund Andrews soll das Verfahren als ersten Schritt betrachten, um seinen Namen reinzuwaschen. Eine offizielle Rehabilitierung oder gar eine Rückkehr zu royalen Pflichten soll damit laut Express jedoch nicht verbunden sein.

Andrews Ansehen innerhalb der Monarchie ist seit Jahren durch seine Verbindung zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) belastet. Im Oktober 2025 kündigte Andrew zunächst an, seine Titel und Ehrungen nicht länger zu verwenden. Anschließend leitete der Buckingham-Palast formelle Schritte ein, in deren Folge ihm der Prinzentitel und die Anrede "Royal Highness" entzogen wurden. Für zusätzlichen Unmut sorgte zuletzt offenbar der Umgang mit Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45). Nach ihrer Rückkehr nach Großbritannien sollen die beiden von Charles herzlich empfangen worden sein, obwohl sie ihre royalen Pflichten bereits 2020 niedergelegt hatten. Die künftige Ausrichtung der Monarchie liegt Express zufolge ohnehin in den Händen von Prinz William (44) und Prinzessin Catherine. An dieser Rollenverteilung und an Andrews derzeitiger Position innerhalb der Institution dürfte auch sein juristischer Erfolg nichts ändern.

Collage: Prinz Andrew und König Charles III.
Getty Images / Steve Parsons, Getty Images / Terry Harris
Collage: Prinz Andrew und König Charles III.
Andrew Mountbatten Windsor bei der Totenmesse für die Duchess of Kent in der Westminster Cathedral, September 2025
Getty Images
Andrew Mountbatten Windsor bei der Totenmesse für die Duchess of Kent in der Westminster Cathedral, September 2025
Prinz Harry und Herzogin Meghan beim NBA All Star 2026 in Los Angeles
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Prinz Harry und Herzogin Meghan beim NBA All Star 2026 in Los Angeles