Vergewaltigungsprozess: Russell Brand fühlt sich "gesegnet"
Vor dem Southwark Crown Court in London hat nun der Prozess gegen Russell Brand (51) begonnen. Sechs Frauen werfen dem britischen Schauspieler Vergewaltigung sowie weitere sexuelle Übergriffe vor, die sich zwischen den Jahren 1999 und 2009 ereignet haben sollen. Der Comedian bestreitet sämtliche Anschuldigungen. Zum Beginn des Verfahrens erschien er gemeinsam mit seiner Ehefrau Laura Gallacher (39) – und gab sich dort trotz der schweren Vorwürfe erstaunlich gelassen. Auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortete der Comedian laut The Sun: "Heute fühle ich mich gesegnet. Ich bin natürlich besorgt, aber hoffnungsvoll, dass dieses Verfahren zu einem guten Ausgang für alle Beteiligten führen wird. Dafür bete ich."
Die Vorwürfe reichen in eine Zeit zurück, in der Russell unter anderem auf dem Höhepunkt seiner Karriere stand und regelmäßig im britischen Fernsehen zu sehen war. Insgesamt umfasst die Anklage sieben Punkte: drei Fälle von Vergewaltigung, drei Fälle von sexueller Nötigung und einen Fall eines unsittlichen Angriffs. Der Brite plädierte in allen Punkten auf nicht schuldig. Einer der Übergriffe soll sich den Anklageschriften zufolge in einem Hotelzimmer im englischen Bournemouth abgespielt haben, und zwar während eines Parteitags der Labour Party. In einem weiteren Punkt wird dem Moderator vorgeworfen, einer Mitarbeiterin eines TV-Senders an die Brüste gefasst und sie anschließend in einer Toilette zu einer sexuellen Handlung gezwungen zu haben. Der Prozess gegen den Komiker dürfte in den kommenden Wochen zu einem der meistbeachteten Gerichtsverfahren Großbritanniens werden.
Schon bei einer Anhörung am Anfang des Jahres sorgte Russell mit einem absurden Auftritt für Verwirrung. Damals kam er laut Bild mit Cowboyhut und einem weit geöffneten Hemd mit Zebramuster in den Saal. Auf der Anklagebank hinter Glas hielt er demnach eine blaue Bibel in der Hand, las darin und zeigte sogar einer Wächterin eine Passage. Trotz der schweren Anschuldigungen erhält er Unterstützung von seiner Ehefrau. Sie ist die Schwester der Sportmoderatorin Kirsty Gallacher und hat mit Russell drei gemeinsame Kinder. Zuvor war der Brite mit der US-Popsängerin Katy Perry (41) verheiratet. Beruflich machte sich Russell vor allem mit Komödien wie "Nie wieder Sex mit der Ex" und "Männertrip" einen Namen und moderierte die Big Brother-Ableger "Big Brother's Big Mouth" und nahm bei "Big Brother: Celebrity Hijack" teil. Zwischen 2006 und 2008 hatte er zudem eine eigene Sendung bei BBC Radio 2. Diese musste er jedoch aufgeben, nachdem er unter anderem eine anzügliche Nachricht über die Enkelin des Schauspielers Andrew Sachs hinterlassen hatte.
























