Russell Brand bestreitet Vorwürfe im Vergewaltigungsprozess

Russell Brand bestreitet Vorwürfe im Vergewaltigungsprozess

- Anna Pejsek
Lesezeit: 3 min
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Russell Brand (51) ist am Dienstagmorgen zum zweiten Verhandlungstag seines Prozesses am Southwark Crown Court in London eingetroffen. Vor dem Gerichtsgebäude wurde der Schauspieler und Comedian von einem Reporter gefragt, wie es ihm gehe. Seine Antwort fiel knapp aus: "Höchst gesegnet, vielen Dank", berichtet Mirror. Dem Briten werden mutmaßliche Übergriffe auf insgesamt sechs Frauen zur Last gelegt. Die sieben Anklagepunkte beziehen sich auf den Zeitraum zwischen 1999 und 2009. Konkret geht es um drei Vergewaltigungsvorwürfe, drei Vorwürfe sexueller Übergriffe und den Vorwurf eines unsittlichen Angriffs. Der Brite weist sämtliche Anschuldigungen zurück. Am zweiten Prozesstag soll nun die erste mutmaßlich Betroffene vor der Jury aussagen.

Die erste Zeugin wirft dem Comedian vor, sie 1999 in einem Hotelzimmer vergewaltigt zu haben. Begegnet sein sollen sich die beiden zuvor bei einer Begleitveranstaltung des Labour-Parteitags in Bournemouth. Zu den weiteren mutmaßlich Betroffenen zählen laut Anklage eine damalige MTV-Mitarbeiterin und eine Angestellte von Channel 4. Anderen Frauen soll Russell in einem Londoner Lokal, in einem Radiostudio oder im Umfeld eines seiner Auftritte begegnet sein. Die Wege der sechs Frauen hätten sich durch die Arbeit, gesellschaftliche Veranstaltungen oder seine Shows mit ihm gekreuzt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Untereinander würden sie sich nicht kennen. Staatsanwältin Jocelyn Karmy-Jones erhob zum Auftakt des Prozesses schwere Vorwürfe gegen den Schauspieler: "Er war skrupellos, er war berechnend, er war manipulativ, und die Staatsanwaltschaft sagt, er war ein sexuelles Raubtier." Alle sechs Frauen wandten sich der Anklage zufolge nach einer Sendung von Channel 4 mit anonymisierten Anschuldigungen gegen Russell an die Behörden. Keine von ihnen war demnach selbst in der Sendung aufgetreten. Auch die dort verbreiteten Vorwürfe hatte Russell zurückgewiesen.

Am ersten Verhandlungstag hatte bereits Mark Pinheiro ausgesagt, ein früherer Freund des Angeklagten. Er war 1999 gemeinsam mit ihm beim Labour-Parteitag aufgetreten. Russell sei damals aufgewühlt in die Unterkunft zurückgekommen und habe auf eine sofortige Abfahrt nach London gedrängt. Während der Fahrt habe er bei Polizeisirenen große Nervosität gezeigt, berichtete der Zeuge vor Gericht. Wochen später habe der Comedian ihm gegenüber von Sex mit einer Frau gesprochen und erklärt, die Situation sei "ein wenig hitzig" und "ein wenig außer Kontrolle" geraten. Danach habe er laut Mark hinzugefügt: "Ich glaube, ich bin vielleicht ein bisschen zu weit gegangen." Russells Verteidiger Ian Winter KC bestritt, dass dieses Gespräch stattgefunden habe. Zudem stellte er Marks Erinnerungsvermögen infrage und verwies auf Abweichungen in dessen früheren Schilderungen. Der Zeuge blieb jedoch bei seiner Darstellung und erklärte, er könne sich sehr gut an die damaligen Ereignisse erinnern. Der Prozess wird fortgesetzt; ein Urteil zu den Anschuldigungen steht noch aus.

Russell Brand trifft am Southwark Crown Court ein, London, 14. Oktober 2026
Getty Images
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Russell Brand und Laura Gallacher verlassen das Southwark Crown Court in London nach einer Anhörung zu Vorwürfen, die er bestreitet
Getty Images
Russell Brand und Laura Gallacher verlassen das Southwark Crown Court in London nach einer Anhörung zu Vorwürfen, die er bestreitet
Ankunft von Russell Brand am Southwark Crown Court in London
Getty Images
Ankunft von Russell Brand am Southwark Crown Court in London