Eine weitere Klägerin belastet Russell Brand vor Gericht

Eine weitere Klägerin belastet Russell Brand vor Gericht

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Der Prozess gegen Russell Brand (51) geht in die nächste Runde. Am sechsten Verhandlungstag soll nun die dritte Beschwerdeführerin ihre Aussage machen. Die Frau, deren Identität nicht öffentlich bekannt gegeben wird, wirft dem Schauspieler und Comedian vor, sie 1999 in einem Hotelzimmer vergewaltigt zu haben. Der mutmaßliche Übergriff soll sich laut Mirror im Anschluss an eine Begleitveranstaltung zum Labour-Parteitag im englischen Bournemouth ereignet haben. Verhandelt wird der Fall vor dem Southwark Crown Court in London, wo Russell kurz nach 9.30 Uhr eintraf. Begleitet wurde er von seiner Ehefrau Laura Gallacher (39). Der britische Komiker bestreitet den Vergewaltigungsvorwurf und hat sich in dem Verfahren für nicht schuldig erklärt. Die Aussage der dritten Beschwerdeführerin wird im weiteren Verlauf des Verhandlungstages erwartet. Nähere Einzelheiten zu ihrer Schilderung aus dem Gerichtssaal liegen bislang noch nicht vor.

Bereits zuvor hatten mehrere Zeugen aus Russells damaligem Umfeld vor Gericht über die Ereignisse im Jahr 1999 gesprochen. Sein ehemaliger Mitbewohner Andrew Dobson berichtete, dass der Comedian nach dem letzten Abend nicht in die gemeinsame Pension zurückgekehrt sei. "Wir sahen Russell am nächsten Morgen. Russell kam herein, und plötzlich gab es einen Notfall, weshalb wir abreisen mussten", erinnerte er sich laut Daily Mirror. Auch John Rogers, der damals ebenfalls am Parteitag teilgenommen hatte, schilderte seine Erinnerungen. Seinen Angaben zufolge habe Russell ihm von einer intimen Begegnung mit einer Frau in einem Hotelzimmer erzählt. "Er hatte sich mit einer von ihnen getroffen, und sie hatten irgendeine Art von Begegnung in einem Hotelzimmer. Es blieb mir im Gedächtnis, weil ich einfach dachte, dass das eine wirklich seltsame Sache war", erklärte der Zeuge. Auch Russells Verhalten sei ihm ungewöhnlich vorgekommen. "Seine Reaktion war ein wenig merkwürdig, er war irgendwie aufgewühlt. Die ganze Sache wirkte eigenartig", berichtete Rogers.

Vor Gericht wurde außerdem die Aussage einer langjährigen Bekannten der dritten Beschwerdeführerin verlesen. Demnach habe sich die Frau nach der Ausstrahlung der Channel-4-Dokumentation "Dispatches" im Jahr 2023 bei ihr gemeldet und ihr anvertraut, von Russell vergewaltigt worden zu sein. "Ich war äußerst schockiert", erklärte die Bekannte laut Daily Mirror. Insgesamt muss sich der Schauspieler in sieben Anklagepunkten verantworten, darunter drei Vergewaltigungsvorwürfe, drei Vorwürfe sexueller Nötigung und ein Vorwurf wegen eines unsittlichen Angriffs. Die Anschuldigungen stammen von sechs Frauen und betreffen mutmaßliche Vorfälle zwischen 1999 und 2009. Russell weist sämtliche Vorwürfe zurück. Erst drei Tage zuvor hatte eine weitere Beschwerdeführerin hinter einem Sichtschutz ausgesagt. Die ehemalige MTV-Mitarbeiterin behauptete, der Comedian habe sie 2001 am Unterarm gepackt und etwa 20 Sekunden lang in eine Toilette gezogen. Auch diese Darstellung bestreitet der Brite.

Russell Brand trifft am Southwark Crown Court ein, London, 14. Oktober 2026
Getty Images
Russell Brand trifft am Southwark Crown Court ein, London, 14. Oktober 2026
Russell Brand, Comedian
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Russell Brand, Comedian
Russell Brand, Comedian
Getty Images
Russell Brand, Comedian