Harry und Meghan wollten nie vollständigen Royalausstieg

Harry und Meghan wollten nie vollständigen Royalausstieg

- Yasmin Keller
Lesezeit: 3 min
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Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) haben ihren kompletten Abschied von royalen Pflichten offenbar nie wirklich hingenommen. Ein Vertrauter des Paares erklärte gegenüber Hello!, die Sussexes hätten sich 2020 ein ganz anderes Modell vorgestellt: Sie wollten weiterhin Aufgaben für die Krone übernehmen, dabei finanziell unabhängig sein und zusätzlich eigene kommerzielle sowie wohltätige Projekte verfolgen. Dass es am Ende anders kam, sei keine Entscheidung der beiden gewesen, sondern sei ihnen vom Palast auferlegt worden. "Sie haben nie zugestimmt, dass sie nicht halb drin, halb draußen sein würden", zitiert das Magazin die Quelle. Besondere Brisanz bekommt diese Darstellung durch die Rückkehr des Paares nach Großbritannien. Bei einem gemeinsamen Auftritt in Nottingham besuchten sie mehrere wohltätige Einrichtungen und begrüßten zahlreiche Menschen. Ihr Programm erinnerte damit an einen klassischen Royaltermin, obwohl beide offiziell weiterhin nicht zum Kreis der arbeitenden Royals gehören.

Harry soll 2020 vorgeschlagen haben, gemeinsam mit seiner Frau Herzogin Meghan zwischen Großbritannien und Nordamerika zu pendeln, für den eigenen Unterhalt selbst aufzukommen und trotzdem Queen Elizabeth II. (†96) und die Monarchie zu vertreten. Die inzwischen verstorbene Queen lehnte dieses Modell ab. Laut einem Bericht des Daily Express, der sich auf ein Buch von Royalautor Hugo Vickers stützt, galt damals die klare Linie: "ganz dabei oder ganz draußen". Infolgedessen vereinbarten Harry und Meghan ihre HRH-Anreden nicht mehr zu benutzen und bekamen keine öffentlichen Gelder mehr. An diesem Status habe sich nichts geändert, stellte zuletzt ein von König Charles III. (77) veranlasstes Schreiben des Lord Chamberlain Richard Benyon klar. Darin heißt es: "Die wohltätige Arbeit des Herzogs und der Herzogin ist ihre persönliche Angelegenheit und wird von beiden in privater Funktion ausgeübt." Trotzdem entfachten ihre Besuche beim Community Recording Studio, beim Himmah Hub und beim Jugendprojekt Epic Partners in Nottingham die Debatte um eine faktische halb royale Rolle erneut.

Im Januar 2020 hatten die beiden dann öffentlich erklärt, als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten und finanziell auf eigenen Beinen stehen zu wollen – bei gleichzeitiger Unterstützung der damaligen Queen. Anschließend folgte der Höhepunkt des Konflikts beim sogenannten Sandringham-Gipfel. Nachdem der Kompromiss gescheitert war, lebten Harry und Meghan mit ihren beiden Kindern mehrere Jahre im kalifornischen Montecito. Im August 2026 kehrte die Familie nach Großbritannien zurück. Die Diskussion fällt in eine Zeit, in der Charles und Thronfolger Prinz William (44) Berichten zufolge zusätzliche Unterstützung bei offiziellen Verpflichtungen gebrauchen könnten, weil der Kreis der aktiven Royals kleiner geworden ist. GB-News-Royalkorrespondent Cameron Walker wertete den reibungslosen Besuch in Nottingham dennoch als mögliches Anzeichen für weitere vergleichbare Auftritte. Eine offizielle Rückkehr in den Kreis der arbeitenden Royals haben Harry und Meghan bislang aber nicht angekündigt.

Herzogin Meghan und Prinz Harry im März 2020
SIPA PRESS / Action Press
Herzogin Meghan und Prinz Harry im März 2020
Meghan und Harry bei den Invictus Games in den Haag
Getty Images
Meghan und Harry bei den Invictus Games in den Haag
Prinz Harry und Meghan besuchen das Community Recording Studio in Nottingham, Oktober 2026
Getty Images
Prinz Harry und Meghan besuchen das Community Recording Studio in Nottingham, Oktober 2026
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