"Haufen Scheiße": Sarah Kuttner schildert Diagnostikmarathon
Sarah Kuttner (47) durchläuft derzeit zahlreiche medizinische Untersuchungen im Zusammenhang mit ihrer Brustkrebserkrankung. In einer neuen Folge ihres Podcasts "Das kleine Fernsehballett" erzählt die Moderatorin ihrem Kollegen Stefan Niggemeier, wie sie von einem Untersuchungsraum zum nächsten geschickt wird und dabei immer wieder unterschiedliche Kontrastmittel zum Einsatz kommen. Trotz der belastenden Situation begegnet die 47-Jährige den medizinischen Abläufen mit einer gewissen Neugier. "Es ist ein Haufen Scheiße und man hat oft Angst und gleichzeitig ist man auch sehr interessiert an dem ganzen Shizzle", beschreibt sie ihre widersprüchlichen Gefühle. Besonders eine Untersuchung ist ihr in Erinnerung geblieben: "Als der Typ mir meine Knochen gezeigt hat, war ich danach aus Gründen sehr erleichtert und gleichzeitig dachte ich, verdammt, ich hätte gern länger geguckt."
Bei einer der Untersuchungen wurde Sarah ein radioaktives Kontrastmittel verabreicht. Zwar hätten ihr die Ärzte versichert, dass die geringe Menge ungefährlich sei, dennoch machte die Moderatorin einen Scherz auf Kosten ihres Podcast-Kollegen: "Ich hätte dich vorhin vielleicht nicht umarmen sollen, denn ich bin noch ein bisschen radioaktiv. Ist das nicht toll?" Eine Vorsichtsmaßnahme überraschte sie dabei besonders: "Vorsichtshalber soll man keine kleinen Kinder und Schwangere umarmen." Auch die Untersuchungsgeräte hinterließen bei Sarah einen Eindruck. "Ich habe gerade sehr viele aufregende Ufo-Untersuchungen. Man wird dauernd hier reingeschoben und da reingeschoben. Man ist dauernd in so Raumschiffen", erzählte sie. Bei einem weiteren Termin bekam sie jodhaltiges Kontrastmittel gespritzt, das ein ungewöhnliches Wärmegefühl auslöste. Dieses habe sie vor allem an den Armen und im Schritt gespürt, wobei sie ausdrücklich betonte, dass es sich nicht um sexuelle Erregung gehandelt habe.
Welche Auswirkungen ihre Erkrankung auf ihre beruflichen Pläne haben wird, ist derzeit noch unklar. Auch hinter der geplanten Tour von "Das kleine Fernsehballett" steht deshalb ein Fragezeichen. "Es spricht nicht sehr viel dagegen, dass das stattfindet, aber es spricht noch nicht genug dafür, dass es stattfindet, dass wir jetzt schon die Tickets raushauen wollen, weil ich noch auf einen finalen Therapieplan warte", erklärte Sarah. Ihre Brustkrebsdiagnose hatte die Moderatorin erst acht Tage zuvor in ihrem Podcast öffentlich gemacht. Damals berichtete sie, dass bei einer regulären Krebsvorsorge ein etwa drei Zentimeter großer Tumor in ihrer rechten Brust entdeckt worden sei. Beschwerden habe sie zuvor nicht bemerkt. Nun wartet die Autorin darauf, dass ihre Ärzte die weiteren Behandlungsschritte festlegen. Erst wenn der endgültige Therapieplan steht, dürfte sich auch entscheiden, ob die Tour wie geplant stattfinden kann.


























