Oho: Experte erklärt Verkaufsverbot bei "Bares für Rares"

Oho: Experte erklärt Verkaufsverbot bei "Bares für Rares"

- Marina Birner
Lesezeit: 2 min
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Eine edle Luxusuhr sorgte bei Bares für Rares für einen ungewöhnlichen Moment: Anja und ihre künftige Schwiegertochter Anna brachten 2022 eine limitierte IWC Portugieser in die ZDF-Trödelshow mit. Bevor Experte Sven Deutschmanek (50) überhaupt mit seiner Einschätzung begann, löste er das Echsenlederarmband vom Gehäuse, wie Der Westen berichtet. Prompt sprach er ein Verkaufsverbot aus. "Hier handelt es sich um Echsenleder und dieses darf nicht mehr gehandelt werden. Man darf dieses Band nicht mehr verkaufen, darum habe ich es komplett vor der Expertise einmal von dieser Uhr getrennt", erklärte er den beiden Kandidatinnen in der beliebten Sendung, die immer für Überraschungen gut ist. Er warnte vor möglichen Konsequenzen: "Du dürftest nie losgehen und sagen: Das verkaufe ich jetzt." Dafür verantwortlich ist das Washingtoner Artenschutzabkommen, das seit 1975 den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten regelt.

Die Uhr stammte aus einer auf 1.000 Exemplare limitierten Jubiläumsedition und hatte ursprünglich Anjas Vater gehört. Rund 25 Jahre vor dem Auftritt hatte sie das Stück geerbt. Seitdem verstaubte es ungenutzt im Schrank. Genau das wurde zum Problem: Nach der langen Liegezeit war dringend eine Revision fällig. Hinzu kam, dass sowohl die Originalbox als auch das Kaufkärtchen fehlten, ein Full-Set war die Portugieser damit nicht. Zwar verwies Experte Sven darauf, dass vergleichbare Modelle teilweise für rund 13.000 Euro angeboten werden. Wegen des Zustands und des fehlenden Zubehörs setzte er den Wert aber deutlich niedriger an: zwischen 7.000 und 9.000 Euro. Im Händlerraum fiel das Ergebnis am Ende sogar deutlich schlechter aus – dennoch war Anja zufrieden. Julian Schmitz-Avila (40) kaufte die IWC für ihren Wunschpreis von 5.000 Euro.

Für Sven Deutschmanek war es nicht der erste Fall, bei dem ein hochwertiges Objekt einen entscheidenden Haken hatte. In einer anderen von Horst Lichter (64) moderierten Folge von "Bares für Rares" wollte die Kölner Rentnerin Ute sechs Designersessel und einen Tisch verkaufen, um ihren Umzug zu finanzieren. Insgesamt 9.100 Euro hatte sie sich für das Möbelensemble erhofft. Der Experte stellte jedoch fest, dass die Sessel zwar dem Thonet-Modell S-3001 entsprachen, aber erst in den 1990er-Jahren gefertigt worden waren. Damit waren es keine hochwertigen Antiquitäten. Während Anja trotz fehlender Box, notwendiger Revision und Verkaufsverbot für das Echsenlederband immerhin ihre gewünschten 5.000 Euro mit nach Hause nehmen konnte, lief es für Ute weniger gut: Ihr Ensemble fand im Händlerraum keinen Abnehmer. Sie verließ die Sendung mit leeren Taschen.

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
ZDF / Frank Hempel
"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter
Sven Deutschmanek, 2023
Instagram / sven.deutschmanek.official
Sven Deutschmanek, 2023
Horst Lichter, Moderator
IMAGO / Panama Pictures
Horst Lichter, Moderator
Findet ihr, Anja hat ihre IWC für 5.000 Euro bei "Bares für Rares" gut verkauft?