So wird Marius Borg Høibys Berufungsprozess ablaufen

So wird Marius Borg Høibys Berufungsprozess ablaufen

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Am 9. Februar 2027 beginnt vor dem Berufungsgericht Borgarting der neue Prozess gegen Marius Borg Høiby (29). Für die Verhandlung sind laut Bild 16 Tage angesetzt, sie soll bis zum 5. März dauern. Im Mittelpunkt stehen zwei Verurteilungen wegen Vergewaltigung und eine Verurteilung wegen Gewalt in einer nahen Beziehung. Gegen diese Entscheidungen hat der Sohn von Mette-Marit (53) Berufung eingelegt, weshalb alle drei Anklagepunkte vollständig neu verhandelt werden. Das bedeutet auch, dass die drei betroffenen Frauen ein weiteres Mal vor Gericht aussagen müssen – unter ihnen Marius' Exfreundin Nora Haukland. Zusätzlich hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Anklagebehörde fordert eine längere Haftstrafe als die bislang verhängten vier Jahre. Für den Angeklagten steht damit in beide Richtungen einiges auf dem Spiel: Das Strafmaß kann sinken, aber ebenso deutlich steigen.

Die als "Skaugum-Frau" bezeichnete Zeugin soll erneut schildern, was nach ihrer Begegnung mit Marius in einer Osloer Bar in der Nacht zum 20. Dezember 2018 passiert sein soll. Laut Anklage soll er sie später im Schlosskeller im Schlaf sexuell missbraucht und fotografiert haben. Auch die sogenannte "Oslo-Frau" wird noch einmal befragt. Sie lernte Marius in der Nacht zum 24. März 2024 bei einer Privatparty kennen. Nach einvernehmlichem Sex soll er sie im Schlaf sexuell missbraucht und die Tat gefilmt haben. Noras Aussage bezieht sich auf die Jahre 2022 und 2023, als sie mit Marius liiert war. In dieser Zeit soll er sie mehrfach körperlich und psychisch misshandelt haben. Das erste Gericht sah fünf Vorfälle als erwiesen an und sprach in seinem Urteil von "einem anhaltenden Muster", durch das Nora in ständiger Angst gelebt habe.

Das Osloer Bezirksgericht hatte Marius am 15. Juni 2026 zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der damals 29-Jährige war ursprünglich in 40 Punkten angeklagt. Dazu gehörten vier Vergewaltigungen, Körperverletzungen, Gewalt in nahen Beziehungen, Drohungen, Drogentransport und Verkehrsverstöße. Die inzwischen zugelassene Berufung betrifft neben der Schuldfrage auch das Strafmaß sowie angeordnete Schadensersatz- und Schmerzensgeldzahlungen. Für das weitere Verfahren stellte Marius seine Verteidigung neu auf: Seit dem 24. September wird er von Alexander Greaker und Daniel Storrvik vertreten. Bis zum Prozessauftakt verbringt er seine Zeit als Untersuchungshäftling mit Fußfessel und Auflagen in seinem Haus auf dem Gelände von Schloss Skaugum. Spaziergänge, Besuche, Telefonate und Visiten bei seiner Mutter sind erlaubt.

Marius Borg Høiby nach dem Trauergottesdienst für König Harald V in Oslo
Getty Images
Marius Borg Høiby nach dem Trauergottesdienst für König Harald V in Oslo
Nora Haukland und Marius Borg Høiby
Instagram, Getty Images
Nora Haukland und Marius Borg Høiby
Mette-Marit mit Marius und Morten Borg, August 2003
Imago
Mette-Marit mit Marius und Morten Borg, August 2003
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