Mette-Marit half Marius beim Knöchelmaß für Fußfessel

Mette-Marit half Marius beim Knöchelmaß für Fußfessel

- Margit Huber
Lesezeit: 2 min
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Marius Borg Høiby (29) lebt seit Mitte Juli mit einer elektronischen Fußfessel bei Schloss Skaugum – der Hausarrest gilt weiterhin als Teil seiner Untersuchungshaft. Kurz vor dem Haftprüfungstermin am Montag flatterte ihm dann eine ungewöhnliche Nachricht aufs Handy mit den Worten: "Hallo, schick mir die Maße in cm vom dünnsten Teil des Knöchels", schrieb ihm ein Polizeimitarbeiter per SMS. Das geht aus einem Nachrichtenverlauf hervor, den sein Anwalt Petar Sekulic dem norwegischen TV-Sender TV 2 vorlegte. Für diese Aufgabe holte sich Marius Unterstützung von höchster Stelle: seiner Mutter. "Hallo, ich sitze hier und warte darauf, dass Mama mit einem Maßband kommt (lachender Smiley), werde Bescheid geben, sobald ich es habe", schrieb er zurück. Nachdem die Kronprinzessin (52) beim Ausmessen geholfen hatte, schickte ihr Sohn ein Foto seines Fußgelenks mit angelegtem Maßband an die Polizei.

Die erhoffte neue Fußfessel mit festgelegten Sperrzonen bekam Marius am Ende aber nicht. Für Petar ist der Austausch jedoch ein deutliches Zeichen dafür, dass die Polizei "konkrete Pläne" gehabt habe, seinen Mandanten aus dem Hausarrest zu entlassen. Gegenüber TV 2 erklärte der Anwalt zudem, die Beamten hätten Marius zuvor telefonisch signalisiert, keine Verlängerung der Untersuchungshaft anzustreben. Mit einer Sperrzonen-Fußfessel hätte er das Haus und das Schlossgelände verlassen und Reisen innerhalb Norwegens antreten dürfen, zudem wären unangekündigte Drogentests weggefallen. Das Osloer Bezirksgericht lehnte seinen Antrag letztlich allerdings ab, was Marius laut dem norwegischen Sender überraschte und gleichzeitig wütend machte. Polizeianwältin Hilde Hermanrud Strand bestätigte den Vorgang, ordnete die SMS aber als Routine ein: "Bei dieser Voruntersuchung gibt es auch spezifische Fragen zur Messung des Knöchels."

Vor dem Hausarrest in der Nähe von Schloss Skaugum saß Marius im Ila-Gefängnis im norwegischen Bærum ein, wo er seinen Mitgefangenen während der Freigänge vor allem beim Sport aufgefallen sein soll. Bei diesen Freigängen soll Marius regelmäßig von mehreren Justizvollzugsbeamten begleitet worden sein, zeitweise seien bis zu vier Mitarbeiter gleichzeitig um ihn herum gewesen. Der Hausarrest bringt Marius nun zumindest wieder in die Nähe seiner Familie, ist aber weiterhin Teil der Untersuchungshaft. An den gerichtlich angeordneten Einschränkungen hat der Maßband-Einsatz seiner Mutter also nichts geändert: Die alte Fußfessel bleibt, das Schlossgelände darf er nicht verlassen.

Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Imago
Kronprinzessin Mette-Marit und Marius Borg Høiby beim 25-jährigen Thronjubiläum von König Harald in Trondheim, 23. Juni 2016
Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim
Imago
Marius Borg Høiby beim Jubiläum in Trondheim
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
Getty Images
Marius Borg Høiby in Oslo, Juni 2022
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