Dieser Ausbruch von Prinz Philip schockierte Charles Spencer
Prinz Philip (†99) galt lange als Royal mit losem Mundwerk – doch offenbar konnte der bereits verstorbene Herzog von Edinburgh auch gegenüber seiner eigenen Ehefrau, keiner Geringeren als Queen Elizabeth II. (†96), einen rauen Ton anschlagen. Davon berichtet nun Charles Spencer (62) in seinem Buch "Swan Song. Diana, meine Schwester". Der Bruder von Prinzessin Diana erinnert sich darin an das Jahr 1977: Damals war er 13 Jahre alt und durfte als Ehrenpage der Queen bei einer Parlamentseröffnung dabei sein. Am Morgen der feierlichen Veranstaltung erlebte Charles, wie der Herzog von Edinburgh die Monarchin plötzlich scharf anging. Welche Worte dabei genau fielen, geht aus dem vorliegenden Buchauszug nicht hervor. Umso deutlicher erinnert sich der Autor jedoch an die angespannte Situation und die Reaktion der Queen. Statt ihrem Mann etwas zu entgegnen, sei sie still geblieben. Auf den Jugendlichen habe die Szene schockierend gewirkt. Denn die sonst so souverän auftretende Monarchin habe in diesem Moment sichtlich peinlich berührt gewirkt.
In seinem Buch zeichnet Charles zwei sehr unterschiedliche Bilder des royalen Ehepaars. Die Queen beschreibt er als außergewöhnlich respektierte Persönlichkeit und als makellose Repräsentantin der Monarchie. Das häufigste Lob für ihre Regentschaft sei gewesen, sie habe "nie einen falschen Fuß gesetzt". Ihr Ehemann hingegen sei deutlich umstrittener gewesen. Immer wieder habe Philip mit brüsken Bemerkungen für Aufsehen gesorgt – Äußerungen, die der Autor einer Zeit zuordnet, in der Rassismus weniger kritisch betrachtet wurde. Auf viele Menschen habe der Prinzgemahl deshalb wie ein "Schreckgespenst" gewirkt. Seine eigene Begegnung rund um die Parlamentseröffnung habe dieses Bild für ihn offenbar bestätigt. Besonders im Gedächtnis blieb Charles, wie gefasst die Queen auf den scharfen Ton ihres Mannes reagierte. "Sie nahm es still und mit peinlich berührter Resignation hin", schreibt der Autor in "Swan Song. Diana, meine Schwester" über den für ihn so verstörenden Moment.
Es ist nicht die einzige Begegnung mit der britischen Königsfamilie, die der Autor in seinem Werk verarbeitet. Eine weitere Erinnerung führt zurück in den Sommer 1981: Zwei Tage vor der Hochzeit seiner Schwester Diana mit dem damaligen Prinz Charles (77) nahm der Bruder der Braut an einem Dinner im Buckingham Palast teil. Er war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und fand sich überraschend neben Prinzessin Anne (76) wieder. Höflich erkundigte er sich bei ihr nach der Taufe ihrer Tochter Zara, die am selben Tag stattgefunden hatte. Doch das Gespräch entwickelte sich seiner Schilderung nach anders als erhofft. Anne habe lediglich knapp und abweisend auf seine Frage reagiert. Der Jugendliche fühlte sich durch ihre Art nach eigener Erinnerung klein und unbedeutend.



























