

NFL-Star Trent Williams wegen Porsche-Leasing-Zoff verklagt
Ein Sportwagen, ein Leasingvertrag und eine ganze Menge unbezahlter Rechnungen: Trent Williams muss sich in Washington vor Gericht verantworten. Wie TMZ berichtet, hat die Autohandelsgruppe OpenRoad Auto Group den Offensive Lineman der San Francisco 49ers verklagt – und zwar wegen eines Porsche 911 aus dem Modelljahr 2018. Der Vorwurf des Unternehmens: Der Footballstar habe im August und September 2021 brav zwei Leasingraten überwiesen – und danach keine einzige mehr. Entsprechend hoch fällt die Rechnung aus, die der Händler nun präsentiert: 244.199,28 Dollar (212.070 Euro) an offenen Zahlungen fordert OpenRoad, dazu kommen weitere Gebühren und Kosten. Doch damit nicht genug: Neben Vertragsbruch wirft die Firma dem NFL-Profi unter anderem auch Betrug vor. Und eine kleine Frage bleibt bislang ebenfalls unbeantwortet – wo genau der geleaste Porsche eigentlich steht, weiß das Unternehmen nach eigenen Angaben nämlich nicht.
Die Eckdaten des Deals klingen zunächst unspektakulär: Wie aus einem Bericht von TMZ hervorgeht, soll der Vertrag laut OpenRoad insgesamt 48 Monatsraten umfasst haben und am 31. August 2025 regulär ausgelaufen sein. Die beiden Zahlungen, die tatsächlich eingingen, summierten sich auf 10.617,26 Dollar (9.220 Euro) – gemessen an der Gesamtsumme also eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Besonders pikant ist ein weiteres Detail aus der Klageschrift: Williams soll dem Händler erlaubt haben, die Raten bequem direkt von seinem Bankkonto abzubuchen. Allerdings soll eben jenes Konto den Angaben zufolge kurz nach Vertragsabschluss geschlossen worden sein. Auch zum Verbleib des Sportwagens hat das Unternehmen eine Vermutung: Möglicherweise habe der Footballer den Porsche an eine andere Autofirma weitergereicht, die ihn wiederum an eine weitere Person verkauft haben könnte. Als gesichert gilt dieser Ablauf allerdings nicht.
Dass eine finanzielle Notlage hinter den ausbleibenden Zahlungen steckt, liegt zumindest nicht auf der Hand. Erst im April unterschrieb Williams bei den San Francisco 49ers eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre, die ihm 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) einbringt. Zu den Vorwürfen des Autohändlers hat sich der Sportler bislang nicht öffentlich geäußert. Eine Anfrage von TMZ blieb zum Zeitpunkt der Berichterstattung unbeantwortet. Damit dreht sich der Rechtsstreit gleich um mehrere offene Punkte: Neben der hohen Geldsumme, die OpenRoad einfordert, geht es auch um den ungeklärten Verbleib des Porsche und um die schwerwiegenden Betrugsvorwürfe gegen den NFL-Profi.







