Prinz Harrys Rückkehr sorgt für Zoff um Millionenschutz

Prinz Harrys Rückkehr sorgt für Zoff um Millionenschutz

- Sandra Wickert
Lesezeit: 3 min
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Sollten Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) tatsächlich für eine gewisse Zeit ins Vereinigte Königreich zurückkehren, könnten sie dort einen abgespeckten Personenschutz erhalten. Der frühere britische Innenminister David Blunkett bringt einen Kompromiss ins Spiel: Statt der umfassendsten Sicherheitsstufe mit Personenschutz rund um die Uhr könnten den Herzog zunächst nur ein oder zwei Polizeibeamte begleiten. Diese vorläufige Regelung ließe sich später erweitern oder wieder reduzieren – je nachdem, wie hoch die Gefährdung tatsächlich eingeschätzt wird. Der Vorstoß fällt mitten in eine hitzige Debatte darüber, ob die britischen Steuerzahler überhaupt für die Sicherheit der Sussexes aufkommen sollen. Laut Daily Mail würden sich die Kosten für ein vollumfängliches Schutzpaket auf umgerechnet knapp sechs Millionen Euro pro Jahr belaufen. Eine dem Paar nahestehende Quelle erklärte zudem, dass der geplante Aufenthalt der Familie womöglich nur rund sechs Monate dauern könnte.

Gegenüber The Times erläuterte David Blunkett drei mögliche Sicherheitsstufen: eine Rundumbetreuung mit mehreren Personenschützern und Begleitfahrzeug, eine mittlere Variante mit ein oder zwei begleitenden Beamten sowie lediglich einen sicherheitsgeschulten Fahrer. "Die mittlere Variante ist fürs Erste ein vollkommen angemessenes Angebot, und dann könnte sie in ein paar Jahren neu bewertet werden", erklärte er. Das zuständige Komitee RAVEC, das über den Schutz prominenter Personen entscheidet, soll seine Prüfung bereits abgeschlossen haben. Harry soll Innenministerin Shabana Mahmood privat gebeten haben, ihm das Ergebnis mitzuteilen. Das Innenministerium äußert sich grundsätzlich nicht zu privaten Sicherheitsvorkehrungen. Beim Thema Personenschutz für die Sussexes gehen die Meinungen in der Politik weit auseinander: Labourpolitikerin Emily Thornberry betont, Harry, Meghan und ihren Kindern müsse offizieller Schutz zustehen. Labour-Peer George Foulkes hält die Absicherung dagegen für Privatsache des wohlhabenden Paares. Auch Andy Burnham sieht das so, während Torychefin Kemi Badenoch auf Harrys enorme öffentliche Bekanntheit als Sohn des Königs verweist.

Die Sicherheitsfrage betrifft nicht nur das Paar selbst, sondern die gesamte vierköpfige Familie. Harry und Meghan haben zwei Kinder: den siebenjährigen Prinzen Archie (7) und die fünfjährige Prinzessin Lilibet (5). Der Herzog ist der jüngere Sohn von König Charles III. (77) und steht trotz seines Rückzugs als arbeitendes Mitglied des Königshauses weiterhin unter starker Beobachtung der Öffentlichkeit. Emily Thornberry verwies darüber hinaus auf seinen Einsatz im öffentlichen Dienst als einen Faktor, der ihn und seine Angehörigen gefährden könne. Als zusätzlicher Vergleichspunkt in der Debatte dient der Umgang mit anderen nicht arbeitenden Royals: Peter Phillips (48), Zara Tindall (45) sowie die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie erhalten keinen Polizeischutz. Genau daran entzündet sich die Diskussion darüber, welche Absicherung Harry, Meghan und ihren Kindern zusteht – und wer am Ende die Rechnung dafür begleicht.

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