Wegen König Harald: Norwegens Bischöfe reisen aus Rom zurück
Die Sorge um König Harald V. (89) hat nun auch Auswirkungen auf die norwegische Kirche. Wie Vårt Land berichtet, brechen die norwegischen Bischöfe ihre derzeitige Studienreise nach Rom vorzeitig ab und kehren nach Norwegen zurück. Grund dafür ist der stark verschlechterte Gesundheitszustand des Monarchen. Am Donnerstagmorgen hatte der norwegische Hof mitgeteilt, dass sich Haralds Zustand erneut verschlechtert habe und inzwischen als "sehr ernst" eingestuft werde. Fast die gesamte Königsfamilie versammelte sich daraufhin im Rikshospitalet in Oslo. Auch Marius Borg Høiby (29) soll inzwischen im Krankenhaus eingetroffen sein.
Auch vor dem Schloss in Oslo zeigt sich, wie sehr die Nachricht die Menschen bewegt. Wie VG berichtet, haben erste Personen auf dem Schlossplatz Rosen niedergelegt. Mehrere Menschen blieben vor dem Schloss stehen, sprachen miteinander und blickten teils sichtlich betroffen in Richtung der Residenz. Doch nicht nur die Bischöfe ändern wegen der ernsten Lage ihre Pläne. Auch Parlamentspräsident Masud Gharahkhani brach einen Aufenthalt in Island vorzeitig ab und machte sich auf den Rückweg nach Norwegen. Zudem beendet der Außen- und Verteidigungsausschuss des norwegischen Parlaments seine Reise nach Südkorea und Japan früher als geplant.
König Harald wird bereits seit dem 17. August im Rikshospitalet behandelt. Zunächst war bekannt geworden, dass der 89-Jährige an einer hämolytischen Anämie leidet, später wurde zusätzlich eine bakterielle Infektion im Blut festgestellt. Nachdem sich sein Gesundheitszustand in den vergangenen Tagen weiter verschlechtert hatte, meldete sich auch Premierminister Jonas Gahr Støre zu Wort. Er erklärte, die Nachricht berühre ihn sehr, und das ganze Land sende dem König und seiner Familie in dieser schweren Situation seine herzlichsten Gedanken.










