Leben von König Harald wurde in ein Theaterstück verwandelt
Nur wenige Tage nach dem Tod von König Harald V. (†89) ist in Norwegen ein Theaterstück über die Königsfamilie erstmals auf die Bühne gebracht worden. Wie Bergens Tidende und VG berichten, fand die Premiere am 29. August 2026 statt – allerdings unter ganz besonderen Vorzeichen. Die Inszenierung beschäftigt sich mit den Herausforderungen des norwegischen Königshauses und greift auch den Prozess gegen Marius Borg Høiby (29) auf. Zudem wird der verstorbene Monarch selbst in zwei Szenen dargestellt. Einen roten Teppich oder eine große Premiere gab es nicht. Stattdessen wurde das Werk zunächst lediglich in einer geschlossenen Vorstellung vor 30 Menschen gezeigt. Ursprünglich sollte die Uraufführung bereits im Juni stattfinden. Nach einer Verschiebung fiel der neue Termin ausgerechnet auf den Tag nach Haralds Tod.
"Es war für uns völlig unmöglich, einen roten Teppich auszurollen und zu sagen, dass das Publikum jetzt dazu willkommen ist", erklärte Solrun gegenüber VG. Die reguläre Publikumspremiere ist nun für Mittwoch, den 2. September 2026, angesetzt. Vorab sollen alle Ticketkäufer am Montag einen Brief der Theaterchefin erhalten. Darin will sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der verstorbene König Teil der Handlung ist. "Darin teilen wir mit, dass wir König Harald in dieser Vorstellung in zwei Szenen darstellen. Ich finde es wichtig, dass das Publikum das weiß", so Solrun. Trotz der besonderen Umstände ist das Interesse an dem Stück groß: Bis zum 1. Oktober sind insgesamt 16 Aufführungen geplant, von denen nahezu alle bereits ausverkauft sind. Ob die jüngsten Ereignisse noch Änderungen an der Inszenierung nach sich ziehen, wurde nicht bekannt gegeben.
König Harald war am 28. August 2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. Zwei Tage später kamen in ganz Norwegen Menschen zu Trauergottesdiensten in Oslo zusammen, um gemeinsam von ihrem Monarchen Abschied zu nehmen. Die Königsfamilie selbst besuchte am Sonntagvormittag einen Gottesdienst in der Kirche von Asker. Königin Sonja war ebenfalls vor Ort, obwohl sie sich nach dem Tod ihres Mannes erst mal zurückgezogen hatte. Königin Mette-Marit (53) war dort nicht dabei, ein Grund für ihre Abwesenheit wurde allerdings nicht genannt.








