König Haralds Bestattung könnte Oslo komplett lahmlegen
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König Haralds Bestattung könnte Oslo komplett lahmlegen

- Julia Geißenhöner
Lesezeit: 2 min
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Norwegen trauert um König Harald V. (†89), der am 28. August gestorben ist – und in Oslo laufen bereits die Vorbereitungen für die Bestattung, für die es bislang noch keinen Termin gibt. Die Sicherheitsmaßnahmen könnten alles übertreffen, was Norwegen bei vergleichbaren Anlässen bisher erlebt hat, und weite Teile der Hauptstadt erheblich beeinträchtigen. Besonders im Fokus steht dabei eine mögliche Anreise aus den USA: Noch ist offen, ob Präsident Donald Trump (80) persönlich Abschied nehmen wird oder ob sein Vizepräsident James David Vance nach Oslo reist. Eine endgültige Entscheidung dürfte erst wenige Tage vor der Trauerfeier fallen. Auf die Frage, ob der PST auf den Besuch des US-Präsidenten eingestellt sei, antwortete Seniorberater Eirik Veum gegenüber Dagbladet knapp: "Wir sind vorbereitet!"

Der PST bereitet sich grundsätzlich auf unterschiedliche Szenarien vor und passt seine Schutzmaßnahmen an die jeweilige Gefahrenlage an. Schon bei der Beisetzung von König Olav V. am 30. Januar 1991 galten die damals größten Sicherheitsvorkehrungen in Norwegens Geschichte. Wegen des laufenden Golfkriegs wurden im Osloer Zentrum sämtliche Kanaldeckel zugeschweißt. Zudem waren 1.500 zivile und uniformierte Polizisten aus dem ganzen Land im Einsatz. Damals kamen Gäste aus 103 Nationen. Diesmal werden mindestens ebenso viele Einsatzkräfte erwartet, hinzu kommen die eigenen Personenschützer zahlreicher Staatsoberhäupter und Royals. Neben fast allen europäischen Monarchien könnten unter anderem Wolodymyr Selenskyj und Kanadas Premier Mark Carney anreisen. Politische Gespräche am Rande sind möglich – bei Olavs Beisetzung waren von norwegischer Seite jedoch keine solchen Treffen angesetzt worden.

Trump hatte bereits kurz nach der Todesnachricht auf Truth Social kondoliert. "Sehr traurig, vom Tod des norwegischen Königs Harald zu hören – eines starken, stolzen und hoch angesehenen Mannes", schrieb der Politiker laut Dagbladet. Weiter soll er geschrieben haben: "Er liebte sein Land und wurde von seinem Volk wirklich geliebt und respektiert. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei der Königsfamilie und ganz Norwegen. Ein wirklich großer Verlust." Mit dem Tod des Monarchen ging die Krone unmittelbar auf seinen Sohn Kronprinz Haakon über – ohne Wahl oder Ernennungszeremonie. Beigesetzt werden soll Harald im Königlichen Mausoleum auf der Festung Akershus, wo bereits König Haakon VII. und Königin Maud sowie König Olav V. und Kronprinzessin Märtha ruhen.

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