

Der jüngste König der Welt stirbt mit nur 34 Jahren an Krebs
Trauer im Westen Ugandas: König Oyo Nyimba Kabamba Iguru Rukidi IV. ist im Alter von nur 34 Jahren gestorben. Der Monarch galt als jüngster regierender König der Welt, wie People berichtet. Mehr als drei Jahrzehnte lang stand er an der Spitze des traditionellen Königreichs Tooro. Die Nachricht von seinem Tod wurde am Donnerstagabend öffentlich gemacht. Nach Angaben von Tooros Premierminister Calvin Armstrong Rwomiire Akiiki starb der Herrscher gegen 22 Uhr Ortszeit. Zuvor soll Oyo schwer an einer aggressiven Krebserkrankung gelitten haben. Wie der Daily Monitor berichtete, litt er an einer aggressiven Form von Krebs. Zuletzt habe er sich deshalb zur medizinischen Behandlung in den Vereinigten Staaten aufgehalten. Nähere Angaben zu seiner Erkrankung oder den genauen Umständen seines Todes wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Auf den Thron kam Oyo bereits als Kleinkind. 1995 starb sein Vater Kaboyo Olimi III. Im September desselben Jahres wurde der Junge im Alter von gerade einmal drei Jahren gekrönt. Am 17. April 2010 übernahm er mit seiner Volljährigkeit die Amtsgeschäfte von den Regenten. Als zwölfter Monarch des seit mehr als 200 Jahren bestehenden Königreichs wurde er von Guinness World Records als jüngster regierender Monarch geführt. Politische Befugnisse waren mit dem Titel allerdings nicht verbunden. Uganda ist eine Republik. Die traditionellen Königshäuser des Landes nehmen vor allem kulturelle und historische Aufgaben wahr. Oyo repräsentierte damit in erster Linie die Geschichte und Identität seines Reiches. Die Entscheidung darüber, wer künftig auf dem Thron sitzen wird, soll entsprechend den Bräuchen und Traditionen Tooros erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Auch Informationen zur geplanten Beisetzung des Königs stehen bislang noch aus.
Zum Königreich Tooro zählen mehr als zwei Millionen Menschen. Oyo verbrachte nahezu sein gesamtes Leben als deren Oberhaupt. In seiner Amtszeit engagierte er sich für die Chancen junger Menschen, für Bildung und Gesundheit sowie für den Klimaschutz. Auch im Kampf gegen HIV und AIDS setzte er sich ein. Mit dem Entwicklungsplan "Tooro Kingdom Vision 2045" wollte der Monarch die Lebensbedingungen und den langfristigen Wohlstand in der Region verbessern. Tooros Premierminister machte in einer offiziellen Stellungnahme, die von People verbreitet wurde, deutlich, welche Bedeutung der Tod des Monarchen für die Region hat: "Dies ist ein unermesslicher Verlust für die Königsfamilie, das Volk von Tooro und die Nation Uganda." Zugleich appellierte Calvin an die Bevölkerung des Königreichs, in dieser schweren Zeit zusammenzuhalten und Ruhe zu bewahren.





