

Fakeprofil und Fanbetrug: Anne Wünsche erhielt Morddrohung
Anne Wünsche (35) hat auf der Creator-Plattform MYM eine Morddrohung erhalten. Der Mann, der die Drohung schrieb, war fest davon überzeugt, seit drei Jahren mit der Influencerin liiert und von ihr finanziell ausgenommen worden zu sein. Tatsächlich steckte hinter dem vermeintlichen Liebesglück ein Betrüger, der unter Annes Namen ein Fakeprofil betrieben hatte. Über einen langen Zeitraum spielte dieser dem Mann eine Beziehung vor und brachte ihn dazu, hohe Geldbeträge zu überweisen. In einer Nachricht schrieb der Mann sogar, Anne auf Mallorca besuchen zu kommen. In einem Interview in einer Pressemitteilung, die Promiflash vorliegt, schildert die dreifache Mutter, wie sie den Identitätsmissbrauch aufklären und die Morddrohung entschärfen konnte. "Ich konnte die Situation zum Glück schnell beruhigen, aber natürlich macht es Angst, so massiv bedroht zu werden – vor allem für Dinge, die man selbst nicht getan hat", erklärt sie.
Mit dem Mann hatte Anne nach eigener Aussage zuvor nie Kontakt. Die Influencerin soll dem Nutzer deutlich gemacht haben, dass dieser mit einem Fakeprofil kommunizierte. Als der Mann den Betrug verstanden hatte, richtete sich seine Wut nicht länger gegen die Influencerin. Inzwischen empfindet Anne sogar Mitleid mit ihm, schließlich habe er echte Gefühle und Hoffnungen entwickelt. "Im Grunde wollte er einfach nur geliebt werden", sagt sie. Der Vorfall wurde bei der Polizei gemeldet, auch die Telefonnummer der Person, die sich als Anne ausgegeben haben soll, liegt den Behörden vor. Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen hat die Content-Creatorin bisher nicht getroffen. Anne fühlt sich auf Mallorca sicher. Sollte sich die Lage ändern, würde sie nach eigenen Angaben schnell reagieren und etwa professionelle Security engagieren.
Es ist nicht das erste Mal, dass Anne so etwas passiert. Erst vor etwa einem Jahr wurde sie in einem Café von einem Mann angesprochen, der überzeugt davon war, seit Monaten mit ihr zu schreiben. Er glaubte, sie habe ihm versprochen, gemeinsam nach Mallorca auszuwandern – auch er hatte Geld an ein Fakeprofil überwiesen. "Ich weiß gar nicht, was ich schlimmer finden soll: die Person, die das tut, oder die Person, die darauf hereinfällt und dabei vielleicht sogar echte Gefühle entwickelt", so die Influencerin. Mit dem Erlebten möchte Anne andere vor Identitätsdiebstahl warnen. Sie betont, dass vermutlich auch weitere Personen des öffentlichen Lebens betroffen seien und solche Täuschungen gefährlich werden könnten. Echte Stalkingfälle durch Fans habe sie bislang nicht erlebt.








