König Haralds Beerdigung: Dieser Geheimplan wurde aktiviert
Nach dem Tod von König Harald V. (†89) laufen in Norwegen die Vorbereitungen für das Staatsbegräbnis auf Hochtouren. Dabei kommt ein Plan zum Einsatz, der seit Jahrzehnten vorbereitet wurde: der sogenannte "Handlingsplan K". Das "K" steht für "Kongen", also den König. An dem Ablauf für den Todesfall des Monarchen wird laut VG bereits seit 1991 gearbeitet. Mit Haralds Tod wurde der Plan nun tatsächlich aktiviert. Der Geheimplan regelt weit mehr als nur die Trauerfeier selbst: Rund um den 9. September wird Oslo mit umfangreichen Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen rechnen müssen. Straßen sollen gesperrt, Teile des öffentlichen Nahverkehrs eingeschränkt und auch der Luftraum zeitweise kontrolliert werden. Einzelne Veranstaltungen könnten verlegt oder abgesagt werden, damit die Abläufe rund um das Staatsbegräbnis möglichst reibungslos funktionieren.
Eine der größten Herausforderungen ist die enorme Zahl hochrangiger Gäste. Erwartet werden Staatsoberhäupter, viele Royals und weitere Vertreter aus zahlreichen Ländern. Viele von ihnen reisen mit eigenen Sicherheitskräften an. Schon bei der Beerdigung von König Olav V. im Jahr 1991 waren laut VG rund 1500 norwegische Polizisten sowie mehrere hundert ausländische Sicherheitskräfte im Einsatz. Diesmal könnte der Aufwand noch größer ausfallen. Auch die Platzfrage muss genau geplant werden. Der Osloer Dom bietet weniger als 1000 Menschen Platz, sodass nicht alle geladenen Gäste an derselben Stelle untergebracht werden können.
Ein Teil der Staatsgäste soll nach der Zeremonie ins Schloss eingeladen werden, andere könnten an einer Veranstaltung im Rathaus teilnehmen. Zusätzlich müssen Hotels ganze Bereiche für Delegationen und deren Sicherheitsdienste freihalten. Das Staatsbegräbnis für König Harald ist für den 9. September angesetzt. Schon am Vortag dürfte das Zentrum von Oslo deshalb deutlich stärker gesichert und teilweise abgesperrt werden. Für Polizei, Königshaus, Regierung und Stadtverwaltung bedeutet der Abschied vom langjährigen Monarchen eine der größten logistischen Operationen der vergangenen Jahre.










