"East of Eden" macht Florence Pugh Angst und stärker
Florence Pugh (30) stellt sich in der siebenteiligen Netflix-Serie "East of Eden" einer Rolle, die vielen von ihr abverlangt: Seit dem 1. Oktober ist sie darin als geheimnisvolle und gnadenlose Cathy Ames zu sehen. Um die vielseitige Romanfigur glaubhaft verkörpern zu können, musste die Schauspielerin deren Beweggründe genau verstehen. Zusammen mit Serienschöpferin Zoe Kazan arbeitete sie deshalb intensiv an Cathys Entwicklung. "Dann begannen wir, Cathys einzelne Schichten auseinanderzunehmen – wer sie wird und warum sie die Entscheidungen trifft, die sie trifft. Das war sowohl spannend als auch beängstigend", berichtet Florence im Netflix-Podcast "Skip Intro". Die anspruchsvolle Arbeit löste bei ihr jedoch nicht nur Unbehagen aus, sondern soll ihr auch weiteres Selbstvertrauen gegeben haben. Für Florence sei die Rolle daher ein großer Schritt in ihrer Karriere und eine Möglichkeit, sich als Schauspielerin weiterzuentwickeln.
"Es war eine Einladung, größer und besser zu sein und etwas von Grund auf zu erschaffen", erinnert sich die Darstellerin. Das Drehbuch wanderte schon 2020 in ihre Hände – zu einer Zeit, in der sie aktiv nach Figuren suchte, die sie künstlerisch fordern und ihr schauspielerisches Spektrum vergrößern würden. Zoe traf mit ihrer Anfrage daher offenbar genau den richtigen Nerv, denn schon beim Lesen empfand sie manche Szenen als unheimlich. Besonders herausfordernd sei gewesen, dass Cathy zunächst eindeutig wie die Bösewichtin der Geschichte wirke. Florence wollte sich deshalb nicht allein auf deren Grausamkeit konzentrieren, sondern nach den Beweggründen dafür suchen. "Etwas geschah mit Cathy, als sie sehr jung war, und es veränderte ihre Sicht auf die Welt für immer. So verteidige ich sie", schilderte sie im Gespräch.
Auch die lange Entwicklungszeit prägte ihre Darstellung: Seit den ersten Vorbereitungen auf Cathy seien sechs Jahre vergangen. Während dieser Zeit habe sie sich selbst verändert – und zugleich sei ihre Figur in ihren Gedanken weitergewachsen. Dieses gemeinsame Altern verlieh der Rolle nach Florences Empfinden zusätzliche Tiefe und Demut. Schwere Themen, eine altertümliche Sprache und Dreharbeiten ohne Pausen verlangten ihr zusätzlich einen neuen Zugang ab. Ebenfalls besonders war, dass Florence bei der generationenübergreifenden Familiensaga nicht nur als Schauspielerin, sondern auch als ausführende Produzentin fungierte. Die Mühe scheint sich auszuzahlen: Beim Publikum kommt die Literaturadaption nämlich gut an. Nach einem zunächst eher verhaltenen Einstieg in die Netflix-Charts kletterte "East of Eden" innerhalb weniger Tage in zahlreichen Ländern bis an die Spitze.






























