Matthew McConaughey stellte sich seinen härtesten Kritikern

Matthew McConaughey stellte sich seinen härtesten Kritikern

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Eine Woche allein in der Wüste, im Gepäck ein dickes Buch voller Kritik: Matthew McConaughey (56) hat sich vor einigen Jahren einem ziemlich ungewöhnlichen Selbstexperiment unterzogen. Im Podcast "Build or Break" erzählte der Schauspieler kürzlich, dass er über zwei Jahrzehnte hinweg negative Presseberichte und schlechte Rezensionen über sich gesammelt hatte. Diese Sammlung nahm er mit in die Abgeschiedenheit und widmete sich dort zwei volle Tage lang ausschließlich den härtesten Urteilen über seine Arbeit. Das sei ihm zwar alles andere als leichtgefallen, dennoch zog er sein Vorhaben konsequent durch. Sein Ziel: herauszufinden, wie viel Gewicht er den Meinungen anderer über seine Leistung überhaupt geben sollte. Er wollte verstehen, welche Kommentare tatsächlich etwas über seine schauspielerische Arbeit aussagten – und welche nicht.

Beim Durchblättern fielen Matthew schnell große Unterschiede auf. Manche Texte wirkten auf ihn wie persönliche Abrechnungen statt wie konstruktive Kritik an seiner tatsächlichen Leistung. "Bei manchen Kritiken habe ich schon vom allerersten Satz an gemerkt: 'Oh, diese Person hat es auf mich abgesehen.' Es spielte keine Rolle, ob sie den Film gesehen hatte oder nicht. Sie mag mich einfach nicht. Sie würde eine negative Kritik schreiben", erklärte er im Podcast. Andere Rezensionen hingegen nahm er sich zu Herzen, weil die Verfasser sachlich benannt hätten, was an seiner Darstellung nicht funktioniert habe. "Diese Person hat recht. Sie ist eigentlich ein Fan von mir, und sie hat durch meine Darstellung nicht das bekommen, was ich ihr eigentlich vermitteln wollte. Wo habe ich bei meiner Entscheidung versagt?", gab der Schauspieler als seine damaligen Gedanken wieder. Persönliche Angriffe könne er seither aussortieren – aus konstruktiver Kritik dagegen lerne er.

Heutzutage kann sich Matthew vor großen Rollen kaum retten. Trotzdem sagte er nicht zu allem Ja. Vor zwei Monaten wurde bekannt, dass er sogar für die Rolle des Joel Miller in der HBO-Serie "The Last of Us" im Gespräch war. Im Podcast "Happy Sad Confused" mit Josh Horowitz erklärte der Schauspieler aber, warum er am Ende absagte: "The Last of Us" sei "wirklich gut" gewesen, "aber es war zu diesem Zeitpunkt nichts für mich." Es lag also nicht am Stoff, sondern an seiner damaligen Lebensphase. Matthew hatte sich zu diesem Zeitpunkt weitgehend von der Schauspielerei zurückgezogen, schrieb mehr und suchte nach neuen Aufgaben. Ihn habe der Gedanke abgeschreckt, bei einem Erfolg womöglich jahrelang an dieselbe Figur gebunden zu sein. Die Rolle ging schließlich an Pedro Pascal (51) und wurde für ihn zum Karriere-Highlight.

Matthew McConaughey bei der Premiere von "Sing 2", 2021
Getty Images
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Matthew McConaughey bei der UK-Sondervorführung von "The Lost Bus" in London
Getty Images
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Matthew McConaughey, März 2024
Getty Images
Matthew McConaughey, März 2024
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