Jack Osbourne verteidigt Ozzy-Avatar gegen Vorwürfe

Jack Osbourne verteidigt Ozzy-Avatar gegen Vorwürfe

- Janine Karrasch
Lesezeit: 2 min
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Ozzy Osbourne (†76) starb im Juli 2025 mit 76 Jahren, und nun soll er als KI-Avatar weiterleben. Dafür muss sich die Familie rechtfertigen. Sein Sohn Jack Osbourne (40) wies im Podcast "Great Company" von Jamie Laing (37) den Vorwurf zurück, es gehe um schnelles Geld. Er habe "so viel dazu zu sagen", denn was die Familie vorhabe, sei "nicht ChatGPT mit dem Gesicht von Dad". Es handle sich um "eine geschlossene KI". Sie sei nicht mit dem Internet verbunden, erklärte Jack: "Wir bauen eine Datenbank auf." Was er "gar nicht genug betonen" könne: Darin landeten ausschließlich Informationen, die sein Vater selbst gesagt habe oder die korrekt belegt und zutreffend aufgeschrieben worden seien.

Für Jack ist das Projekt keine Spielerei, sondern ein Gebot der Zeit. "Es ist innovativ. Entweder wir machen es, oder jemand anderes tut es", sagte er. Das Ergebnis solle "geschmackvoll" ausfallen. Er betonte im Podcast "The Osbournes": "Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben. Es geht darum, sicherzustellen, dass er nie vergessen wird." Umgesetzt wird das Vorhaben mit der Firma Hyperreal. Ihre "Digital DNA" soll Aussehen, Stimme, Bewegungen und Auftreten des Sängers aus freigegebenem Material nachbilden. Über die Hologrammtechnik von Proto Hologram könnte der Avatar später in Echtzeit mit Fans sprechen. Jack räumte ein, das Vorhaben anfangs nicht klar genug erklärt zu haben. So habe der Eindruck entstehen können, Ozzy werde für beliebige Werbung eingesetzt.

Worum es der Familie im Kern geht, fasste Jack so zusammen: "Das Wichtigste für mich ist: Wenn wir diesen digitalen Abdruck von Dad erschaffen, dann erschaffen wir ihn selbst. Er gehört uns. Wir kontrollieren ihn." Auch Sharon Osbourne (74) steht hinter dem Vorhaben. Bei der Licensing Expo 2026 in London sagte sie, das Abbild solle den Enkelkindern erhalten bleiben und in der Familie weitergegeben werden. "Die Dinge, die man damit machen kann, sind einfach grenzenlos", so Sharon. Sie erinnerte sich, dass Ozzy zu Lebzeiten oft gefragt habe, wie lange man sich nach seinem Tod an ihn erinnern werde. Ihr Wunsch: Er soll wie Elvis Presley (†42) auch nach Jahrzehnten präsent bleiben. Laut Hyperreal sollen dabei seine typische Ausdrucksweise und sein Auftreten erhalten bleiben. Die Grenzen des Avatars legt die Familie fest.

Ozzy Osbourne mit Sohn Jack Osbourne im Portraitstudio des Tribeca Film Festival 2011 in New York
Getty Images
Ozzy Osbourne mit Sohn Jack Osbourne im Portraitstudio des Tribeca Film Festival 2011 in New York
Ozzy Osbourne, Musiker
IMAGO / Icon Sportswire
Ozzy Osbourne, Musiker
Sharon Osbourne, Jack Osbourne und Kelly Osbourne bei der Pre-GRAMMY Gala in Beverly Hills, 31. Januar 2026
Getty Images
Sharon Osbourne, Jack Osbourne und Kelly Osbourne bei der Pre-GRAMMY Gala in Beverly Hills, 31. Januar 2026
Jack Osbourne sagt, der Avatar solle Ozzy unvergessen machen: Überzeugt euch dieses Argument?