Osbournes wegen Ozzy-Avatar der Geldmacherei beschuldigt
Der geplante KI-Avatar von Ozzy Osbourne (†76) sorgt für heftige Reaktionen. Sharon Osbourne (73) und ihr Sohn Jack Osbourne (40) hatten die virtuelle Version des im Juli 2025 verstorbenen Black-Sabbath-Sängers bereits im Mai auf einer Fachmesse in Las Vegas vorgestellt. Wie The Telegraph berichtet, soll der Avatar Ozzys Stimme, sein Aussehen und seine Bewegungen digital nachbilden. Die virtuelle Version soll Fragen mit seiner Stimme beantworten und später weltweit präsentiert werden. Bei einem Teil der Fans stößt das Vorhaben auf deutliche Ablehnung. "Das ist dystopischer Mist. Lasst den Mann in Frieden ruhen", hieß es in einer der Reaktionen, die The Telegraph zitierte. Ein anderer Kritiker fragte: "Haben sie nicht genug Geld?" Weitere Stimmen nannten die Pläne "ekelhaft", "verachtenswert" und "absolut furchtbar". Immer wieder fiel dabei der Vorwurf der "Geldmacherei".
Bereits im Juni hatten Sharon und Jack in einer Folge ihres Podcasts "The Osbournes" auf die Vorwürfe reagiert. Jack erklärte dort, dass der geplante Avatar als geschlossenes KI-Modul konzipiert sei und keine Verbindung zum Internet habe. Warnungen vor einer außer Kontrolle geratenen Technologie kommentierte er mit den Worten: "Was zum Teufel glaubt ihr, was das ist? Terminator? Glaubt ihr, das Ding entwickelt ein eigenes Bewusstsein und als Nächstes startet Ozzy die Atomraketen? Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben." Auch den Verdacht, mit dem Projekt Geld verdienen zu wollen, wies Sharon entschieden zurück. "Ich will euer verdammtes Geld nicht. Ich brauche euer verdammtes Geld nicht. Mir geht es sehr gut", betonte sie in dem Podcast und machte zugleich deutlich, dass sie niemanden dazu auffordere, sich auf das Projekt einzulassen. Ihr Mann lebe durch sein unvergängliches Werk weiter.
Sharon betonte außerdem, dass für sie vor allem eines zähle: Ozzy solle niemals in Vergessenheit geraten. Sie glaubt, dass der Musiker selbst hinter dem Vorhaben gestanden hätte, und verwies auf eine Frage, die ihn zu Lebzeiten immer wieder beschäftigt habe: "Nachdem ich gegangen bin, wie lange glaubst du, wird man sich an mich erinnern?" Sein Andenken wird unabhängig von dem KI-Projekt bereits auf andere Weise bewahrt. Beim französischen Metal-Festival Hellfest wurde am 18. Juni eine sechs Meter hohe Statue des Sängers enthüllt. Sharon konnte bei der Zeremonie für ihren verstorbenen Ehemann allerdings nicht dabei sein: Sie musste in derselben Woche unerwartet ins Krankenhaus. Nähere Hintergründe zu ihrem Klinikaufenthalt machte die Managerin nicht öffentlich. Anders als ein klassisches Denkmal soll der geplante Avatar Ozzys Stimme, Aussehen und Bewegungen interaktiv nachbilden.



























