Zoff um Dolly Partons Millionen-Erbe spaltet wohl Familie

Zoff um Dolly Partons Millionen-Erbe spaltet wohl Familie

- Anita Ehlert
Lesezeit: 3 min
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Rund zwei Monate nach dem Tod von Countryikone Dolly Parton (†80) ist hinter den Kulissen ein heftiger Streit um ihren auf rund 405 Millionen Euro geschätzten Nachlass entbrannt. Im Zentrum steht ihr Neffe Bryan Seaver, der jahrzehntelang als ihr Sicherheitschef arbeitete. Ihm wird vorgeworfen, Mitarbeiter aus Dollys Firmenimperium bedroht zu haben. Wie Page Six berichtet, reagierte ihr langjähriger Manager Danny Nozell im September mit Bryans Entlassung. Zudem reichte Danny Klage ein und beantragte eine einstweilige Verfügung gegen ihn. Der Konflikt soll inzwischen auch innerhalb der Familie für Spannungen sorgen. Mehrere Angehörige sollen nicht hinter dem Neffen stehen, halten sich öffentlich aber mit Kritik zurück. Ein Ende des Zwists ist vorerst nicht in Sicht – am 3. November 2026 soll der Rechtsstreit vor Gericht weitergehen.

Danny führt die Firma She's Alive, LLC, die Dollys geschäftliche Interessen und ihr berufliches Eigentum verwaltet. Laut den von Page Six zitierten Gerichtsunterlagen soll Bryan unter Verweis auf seine Arbeit als Militärdienstleister, seinen Zugang zu Waffen und seine Gewaltbereitschaft Geld gefordert haben. Aus Angst vor seinen angeblichen Textnachrichten seien Mitarbeiter zeitweise nicht ins Büro gekommen. In einer Nachricht soll er geschrieben haben: "Ihr Geld sollte besser mehr sein, als ich anderswo verdienen kann, sonst werde ich alle fertigmachen. Ich bin im Begriff, für meine gesamte Familie zur Hand der Vergeltung zu werden." Auch Beschäftigte im SongTeller Hotel und im Life of Many Colors Museum soll er eingeschüchtert haben. Seine Anwälte widersprechen gegenüber Page Six: "Während die Familie trauerte, wandte sich der Geschäftsführer mit einer überraschenden und unvollständigen Geschichte an das Gericht und die Medien." Eine andere Quelle vermutete gegenüber dem Portal wiederum eigene Interessen des Managers – eine Behauptung, die nicht belegt ist.

Ein Insider berichtete Page Six zudem, dass sich zwar viele Angehörige öffentlich vor Bryan stellten, intern aber keineswegs alle zu ihm hielten. Aus Rücksicht auf Dollys Ansehen und den Familiennamen würden Konflikte üblicherweise nicht nach außen getragen. Die Quelle bezeichnete den Neffen als "Betrüger" und behauptete, Dolly habe vor ihrem Tod zunehmend befürchtet, ihr Sicherheitschef werde zu mächtig und überschreite seine Befugnisse. Auch Dollys Nichte Danielle Parton deutete Spannungen an. Auf Instagram stellte sie klar: "Wenn wir Freunde sein wollen, wirst du Bryan Seaver nicht mit meinem Daddy vergleichen." Bryan berichtete zudem auf Facebook, dass er und seine Kinder von einer CMA-Gedenkshow ausgeschlossen worden seien. "Meinen Kindern und mir wurde gesagt, wir sollten nicht kommen. So ist das Leben ...", schrieb er. Zuvor hatte Bryan Dollys Tod im Alter von 80 Jahren nach ihrem geheim gehaltenen kurzen Kampf gegen Krebs öffentlich bekannt gegeben.

Dolly Parton bei einer Pressekonferenz zu ihrem 50-jährigen Jubiläum beim Grand Ole Opry in Nashville
Getty Images
Dolly Parton bei einer Pressekonferenz zu ihrem 50-jährigen Jubiläum beim Grand Ole Opry in Nashville
Dolly Parton, November 2011
Getty Images
Dolly Parton, November 2011
Dolly Parton bei den 61. Grammy Awards im Staples Center in Los Angeles, 2019
Imago
Dolly Parton bei den 61. Grammy Awards im Staples Center in Los Angeles, 2019
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