

Nach Schocktod von Max: Susen Tiedtke kämpft gegen Trauer
Susen Tiedtke (57) musste vor einem Jahr den schwersten Schicksalsschlag ihres Lebens verkraften: Ihr Sohn Max starb völlig unerwartet im Alter von nur 17 Jahren. Am 4. März 2025 meldete sich ein Freund von Max bei der ehemaligen Leichtathletin und fragte, warum dieser nicht ans Telefon gehe. Als Susen daraufhin nach ihrem Sohn schaute, fand sie ihn leblos in seinem Bett vor. "Und dann bin ich zu ihm ran und dann war er schon steif und blau", erinnerte sich die 57-Jährige in einem RTL-Interview. Erst später wurde festgestellt, dass Max an einer nicht entdeckten Entzündung am Herzen litt. "Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus. Das ist ja das eigene Fleisch und Blut und dann ist er tot", beschrieb die Weitsprung-Legende die Momente nach dem Fund.
Die Zeit nach dem Verlust ihres Sohnes war für Susen kaum zu ertragen. "Ich lag praktisch über einen Monat nur irgendwie so halb im Koma auf dem Sofa und wusste nicht, wo vorne und hinten ist", erzählte sie. Im Gespräch mit dem Magazin Bunte beschrieb die Sportlerin nun ihre Verfassung noch detaillierter: "Ich lag nur auf dem Sofa, konnte mich nicht anziehen, nichts essen. Ich war gar nicht richtig anwesend. Der Verlust hat das ganze Leben aus mir herausgezogen." Besonders schwer wog dabei das Gefühl der Schuld. "Er hatte überhaupt keine Symptome. Trotzdem denke ich mir, ich hätte es erkennen müssen", resümierte die heute als Heilpraktikerin arbeitende Susen. Die Frage "Warum soll ich noch leben, wenn mein Sohn tot ist?" habe sie wochenlang nicht losgelassen.
Trost finde Susen vor allem durch ihre tiefe Spiritualität. "Ich glaube fest daran, dass der Körper nur die Hülle ist, in der die Seele für eine Weile lebt", erklärte sie gegenüber Bunte. Der Glaube daran, dass es so etwas wie das Paradies gibt, mache ihr Hoffnung. "Es gibt einem so ein bisschen Trost, wenn man weiß, er ist nicht komplett weg", sagte die Sportlerin unter Tränen. Immer wieder suche sie die Verbindung zu Max und versuche, mit ihm zu sprechen. "Ich spüre, dass es Max gut geht. Trotzdem vermisse ich ihn unendlich." Mittlerweile setze sie alles daran, nach vorne zu schauen und wieder zu arbeiten. "Man muss jetzt wieder seinen neuen Weg finden." Mit ihrer Offenheit wolle sie auch anderen Betroffenen Mut machen, nicht aufzugeben. Susen wurde in ihrer aktiven Zeit als Leichtathletin als "Miss Olympia" bekannt. Sie trat bei den Olympischen Spielen an und gewann bei zwei Weltmeisterschaften einmal Silber und einmal Bronze.






