Nancy Grace kritisiert Ermittlungen zu Hayden Panettiere (†)

Nancy Grace kritisiert Ermittlungen zu Hayden Panettiere (†)

- Sandrine Palme
Lesezeit: 3 min
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Der Tod von Hayden Panettiere (†36) sorgt weiterhin für Diskussionen – vor allem die bisherige Einschätzung der Ermittler stößt auf Widerspruch. Die Schauspielerin war am Sonntag, dem 16. August 2026, leblos in einem Wohnhaus in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina entdeckt worden. Die Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben ohne Erfolg. In ihrer Sendung "Crime Stories" übte die US-Rechtsexpertin Nancy Grace nun deutliche Kritik daran, dass die Polizei bislang weder Hinweise auf Fremdeinwirkung noch auf verdächtige Umstände festgestellt haben will – obwohl die offizielle Todesursache noch gar nicht feststeht. "Wenn ich eine Leiche finde, gehe ich nicht einfach davon aus, dass keine Fremdeinwirkung vorliegt. Das ist völlig unverantwortlich", stellte sie klar. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall aus ihrer Sicht dadurch, dass laut People inzwischen die US-Drogenbehörde DEA in die Ermittlungen eingebunden ist. Am Fundort sollen zudem Medikamente sowie das Opioid-Notfallmittel Narcan gefunden worden sein. Eine Todesursache lässt sich daraus zum jetzigen Zeitpunkt nicht ableiten.

In ihrer Sendung forderte Grace deutlich mehr Details zu den Geschehnissen: "Wer? Was? Wo? Wann? Warum? Wo wurde sie gefunden? Wann wurde sie gefunden? Nennt mir die Umstände. Was wurde am Tatort gefunden? War jemand dort? Hilf mir weiter, Dave", zählte sie auf. Der Toxikologe und Gerichtsmediziner Dr. Thomas Coyne, der nicht an dem Fall beteiligt ist, ordnete die Wortwahl der Behörden bei "Crime Stories" ein: Die Formulierung "keine Fremdeinwirkung" bedeute zunächst nur, dass es keine offensichtlichen Verletzungen und keinen klar erkennbaren Mord gebe. Bei einer möglichen Überdosierung liefere eine Obduktion nicht sofort eine Antwort – toxikologische Ergebnisse bräuchten in der Regel mehrere Wochen. Vor Abschluss der Laboruntersuchungen seien deshalb nur vorläufige Angaben möglich. In einem veröffentlichten Notrufmitschnitt sollen Einsatzkräfte über eine mögliche Überdosis und einen Herzstillstand gesprochen haben. Haydens Exfreund Brian Hickerson soll den Beamten außerdem eine Tasche mit Medikamenten gezeigt haben.

Die Obduktion der Schauspielerin war bereits wenige Tage nach ihrem Tod abgeschlossen, die genaue Todesursache ist aber weiter unklar. Vor allem die noch ausstehende Toxikologie dürfte für die abschließende Bewertung entscheidend sein. Ihre Mutter Lesley Vogel (70) hatte gegenüber NBC News bestätigt, dass die Polizei sie über die Hinzuziehung eines Drogenermittlers informiert habe – weitere Angaben zum Anlass oder zum Stand der Untersuchungen habe sie nicht bekommen. Am Fundort sollen sich Brian und dessen Bruder Zach Hickerson aufgehalten haben. Laut TMZ habe Brian in einem anderen Zimmer geschlafen, während Zach die Schauspielerin regungslos in einem Sessel entdeckt habe. Hayden und Brian verband eine wechselhafte Beziehung, die in der Vergangenheit von häuslicher Gewalt geprägt war, die er selbst einräumte. Seine Anwältin Sloan Ellis erklärte gegenüber TMZ: "Es ist wichtig, diese Ermittlungen ihren Lauf nehmen zu lassen. Wie öffentlich berichtet wurde, bestätigte die Polizei, dass es keine Anzeichen für Fremdeinwirkung gab." Weitere Angaben wolle sie aus Rücksicht auf die Angehörigen vorerst nicht machen.

Collage: Nancy Grace und Hayden Panettiere
Collage: Tara Ziemba/Getty Images, Getty Images
Collage: Nancy Grace und Hayden Panettiere
Hayden Panettiere bei der Premiere von "Blonde" im TCL Chinese Theatre in Los Angeles, 13. September 2022
Imago
Hayden Panettiere bei der Premiere von "Blonde" im TCL Chinese Theatre in Los Angeles, 13. September 2022
Hayden Panettiere
Instagram / haydenpanettiere
Hayden Panettiere
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