Absage: Jennifer Anistons "9 to 5"-Remake ohne Dolly Parton
Ein Wiedersehen des ursprünglichen Casts und des bekannten Trios auf der großen Leinwand wird es nicht geben – und das lag ausgerechnet an einem sehr menschlichen Grund. Dolly Parton (†80) hatte sich gegen einen gemeinsamen Auftritt mit ihren früheren Co-Stars Jane Fonda (88) und Lily Tomlin (86) in der geplanten Neuauflage der Kultkomödie "9 to 5" entschieden. Wie die am 25. August 2026 verstorbene Musikerin in einem Interview mit HuffPost erklärte, hatte sie Bedenken optisch im direkten Vergleich mit den jüngeren Darstellerinnen zu stehen. "Ich glaube, vieles liegt daran, dass wir jetzt alle älter sind. Wir werden auf der großen Leinwand nicht so gut aussehen", sagte Dolly. Und weiter: "Wir alle da oben mit all diesen schönen, jungen, frischen Menschen ... Also, ich weiß nicht." Hinter dem Projekt steckt Jennifer Aniston (57), die als Produzentin gemeinsam mit Drehbuchautorin Diablo Cody (48) an einer modernen Neuinterpretation des Bürofilms von 1980 arbeitet. Die Schauspielerin hatte gehofft, die drei Originaldarstellerinnen einbinden zu können.
Bereits im Mai 2025 hatte Dolly klargestellt, dass sie, Jane und Lily keine Auftritte planen würden – dies sollte aber ausdrücklich kein Seitenhieb gegen das Remake sein. "Aber ich liebe Jennifer. Ich glaube, es wird eine wundervolle Sache", betonte sie gegenüber HuffPost. Auch inhaltlich fand sie lobende Worte: "Ich wünsche ihr wirklich das Beste, denn das Drehbuch, das ich gelesen habe, fand ich wirklich gut und eine neue und andere Herangehensweise, die das Büro wirklich auf den neuesten Stand bringt, so wie die Menschen heute leben." Noch 2024 hatte die Countrysängerin öffentlich auf eine Beteiligung gehofft und sich gewünscht, dass ihr Titelsong verwendet und ein Weg zurück in den Film gefunden wird. Lily meldete ebenfalls Zweifel an der Umsetzung an und verwies auf die Schwierigkeit des Vorhabens. Jane wünschte Jennifer und Diablo Glück und bezeichnete beide als sehr talentiert. Zuvor hatte das Trio selbst jahrelang über eine Fortsetzung nachgedacht. Laut Jane scheiterte ein konkreter Entwurf unter anderem daran, dass moderne Arbeitsformen wie Homeoffice und Gigwork, beispielsweise projektbezogene Arbeit von Freelancern, darin nicht glaubwürdig abgebildet worden seien.
In ursprünglichen Film "9 to 5" aus dem Jahr 1980 spielten die drei Frauen Büroangestellte, die sich mit drastischen Mitteln gegen ihren sexistischen und tyrannischen Chef zur Wehr setzen. Für Dolly war die Komödie zugleich ihr Hollywooddebüt. Den gleichnamigen Titelsong schrieb sie selbst und erhielt dafür 1981 eine Oscarnominierung in der Kategorie Bester Originalsong. Mit Jennifer Aniston gab es schon früher berufliche Berührungspunkte: Rund um den Film "Dumplin'" übernahm die Schauspielerin eine Hauptrolle, während Dollys Musik zum Einsatz kam und die Sängerin gemeinsam mit Sia eine Neuauflage ihres Songs "Here I Am" beisteuerte. Einem Remake stand die Musikerin zudem lange offen gegenüber – so brachte sie 2018 ihre Patentochter Miley Cyrus (33) als mögliche neue Doralee Rhodes, ihre damalige Rolle im Film, ins Gespräch. Besonders wichtig war ihr die gesellschaftliche Wirkung des Films aus den 80ern: "Es ist wirklich erstaunlich, Teil von etwas zu sein, das den Lebensweg eines Menschen wirklich verändern kann", sagte sie HuffPost. "Ich glaube wirklich, dass dies der Gleichberechtigung der Geschlechter viel Aufmerksamkeit verschafft hat."











