"So langweilig": Meryl Streep rechnet mit Marvel ab
Für ihre Rolle als abgebrühte Modechefin Miranda Priestly kehrt Meryl Streep (77) noch einmal zurück – und nutzt die Pressetour für Der Teufel trägt Prada 2 um der Filmwelt eine deutliche Ansage zu machen. Dabei schießt sie vor allem gegen Marvels Superheldenfabrik. Auslöser war die Frage bei der "Hits Radio Breakfast Show", ob ihre Figur im neuen Film auch eine weichere Seite zeige. "Ich finde, man bekommt einen realistischen Blick", antwortete sie. Anschließend holte die Oscarpreisträgerin zum Rundumschlag aus: "Ich glaube, wir neigen inzwischen dazu, Filme zu Marvel-isieren. Wir haben die Bösewichte und wir haben die Guten, und das ist so langweilig." Genau daran stört sie sich – denn Figuren mit Ecken und Kanten seien für sie das eigentlich Spannende. "Das wirklich Interessante am Leben ist, dass manche Helden Fehler haben und manche Bösewichte menschlich und interessant sind und ihre eigenen Stärken haben", erklärte sie in dem Radiointerview weiter.
Doch nicht nur mit ihrer Kritik am Kino sorgte Meryl auf Promotour für Gesprächsstoff. Im gleichen Interview kam sie auch auf die fordernden Dreharbeiten in Mailand zu sprechen: Auf Kopfsteinpflaster in Stilettos zu laufen, sei alles andere als leicht. Kurzerhand forderte sie einen berühmten Sportler heraus: "Ich würde Travis Kelce gerne dabei sehen", scherzte die Schauspielerin. Der NFL-Star ließ die ungewöhnliche Challenge nicht unkommentiert. In seinem Podcast "New Heights" reagierte Travis, der Ehemann von Popstar Taylor Swift (36), mit Humor auf die Ansage und hoffte, dass er nicht Meryls Zorn auf sich gezogen hat: "Ich hoffe, sie hat nichts gegen mich!" Als Bewunderer der Oscarpreisträgerin gab er sich auch geschlagen, was die Stilettos angeht. "Ich glaube nicht, dass ich das kann, Meryl. Das überlasse ich dir", räumte der Footballer ein.
Mit ihrer Skepsis gegenüber Superheldenfilmen steht Meryl in der Branche nicht allein da. Martin Scorsese (83) hatte für das Genre wenig übrig und es bereits 2019 als "kein Kino" bezeichnet. Quentin Tarantino (63) wiederum kritisierte, dass die Superheldenfiguren klassische Filmstars in den Hintergrund drängten. Doch nicht nur Marvel ist der Schauspielerin ein Dorn im Auge: Erst vor Kurzem hatte sie anlässlich von "Der Teufel trägt Prada 2" preisgegeben, dass sie nicht viel von modernen Onlinecastings hält. Dabei würden Verantwortliche durch Bewerbungsvideos wischen – Talente erhielten so aus ihrer Sicht kaum eine faire Chance.











