Donald Trump könnte zur Beisetzung von König Harald kommen
Am 9. September 2026 wird König Harald V. (†89) beigesetzt – und möglicherweise reist dafür auch Donald Trump (80) nach Norwegen. Ob der US-Präsident selbst an der Trauerfeier teilnimmt oder stattdessen ein anderes hochrangiges Mitglied seiner Regierung entsendet, ist bis jetzt nicht bestätigt. Der Politikwissenschaftler Ross Baker hält gegenüber Dagbladet einen Auftritt Trumps in Oslo durchaus für möglich. Wahrscheinlicher sei nach seiner Einschätzung allerdings, dass der Präsident der Beisetzung fernbleibt: Persönlich begegnet waren sich die Männer nie. Welche Staatsoberhäupter dem norwegischen König die letzte Ehre erweisen werden, dürfte sich voraussichtlich erst wenige Tage vor der Trauerfeier klären.
Für eine Teilnahme sprechen hingegen gleich mehrere Punkte: ein repräsentativer Auftritt im Umfeld des norwegischen Königshauses, die historische Verbindung der Königsfamilie zum Weißen Haus während des Zweiten Weltkriegs und die Bedeutung Norwegens als Ölnation. Der Experte erklärte gegenüber Dagbladet, dass Trump seine Entscheidungen oft auf Basis persönlicher Beziehungen und gemeinsamer Interessen treffe. Dagegen sprechen allerdings die fehlende persönliche Bindung zu Harald sowie der extrem volle Terminkalender: Schon einen Tag nach der Beisetzung soll Trump bei einem republikanischen Parteitreffen in Dallas die Hauptrede halten. Bleibt er tatsächlich fern, kämen allerdings noch Vizepräsident J.D. Vance oder Außenminister Marco Rubio infrage.
In der Nacht nach dem Tod des Königs hatte sich Trump selbst auf seiner Plattform Truth Social gemeldet. "Es ist sehr traurig, vom Tod des norwegischen Königs Harald zu hören – eines starken, stolzen und hoch angesehenen Mannes", schrieb er in einem Beitrag. Weiter hieß es: "Er liebte sein Land und wurde von seinem Volk wirklich geliebt und respektiert. Unsere Gedanken sind in dieser schwierigen Zeit bei der Königsfamilie und ganz Norwegen. Ein wirklich GROSSER Verlust!" Ein persönliches Treffen zwischen dem Präsidenten und dem König hatte es nie gegeben – für Ross der entscheidende Grund, warum Trump der Zeremonie am Ende fernbleiben könnte. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass ein US-Präsident nicht zwingend zu einer norwegischen Königsbeisetzung kommt: Als König Olav V. 1991 beigesetzt wurde, reiste der damalige Vizepräsident Dan Quayle nach Oslo.
























