Beerdigung: Trump und Marius Høiby bringen Sicherheitsstress
Am 9. September nimmt Norwegen in Oslo Abschied von König Harald V. (†89), der Ende August im Alter von 89 Jahren verstorben ist. Doch die Trauerfeier könnte für die Sicherheitskräfte zur echten Herausforderung werden. Denn Marius Borg Høiby (29) darf trotz elektronischer Fußfessel an der Zeremonie teilnehmen – und das wäre durchaus schwierig, wenn Donald Trump (80) ebenfalls vor Ort wäre. Offiziell bestätigt ist dessen Teilnahme bislang nicht. Anstelle des Präsidenten könnte ebenso Vizepräsident J. D. Vance oder ein anderer hochrangiger Vertreter der US-Regierung die Vereinigten Staaten bei der Beisetzung vertreten. Sollten Trump und Marius jedoch aufeinandertreffen, müsste die Sitzordnung besonders sorgfältig ausgearbeitet werden. In den USA gilt nämlich das Prinzip, dass verurteilte Straftäter sich nicht in der Nähe des Präsidenten aufhalten sollten.
Marius war im Sommer unter anderem wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und weiterer Delikte zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Da er das Urteil angefochten hat, hält er sich derzeit elektronisch überwacht auf dem königlichen Anwesen Skaugum auf. Ehemalige Agenten des Secret Service halten laut Dagbladet ausreichend räumlichen Abstand zwischen den beiden Gästen für eine potenzielle Lösung. Der frühere Secret-Service-Agent Paul Eckloff zeigte sich überrascht über ein mögliches Zusammentreffen: "Ach du meine Güte." Zugleich betonte er, dass der Sohn der Königin nicht direkt neben dem US-Präsidenten platziert werden müsse und sich die Lage mit genügend Distanz entschärfen lasse. Auch Ex-Agent Bill Gage betonte, bei einer vergleichbaren Veranstaltung in den USA hätte sich niemand mit krimineller Vergangenheit so nah beim Präsidenten aufhalten dürfen. Norwegen sei allerdings ein souveräner Staat und entscheide selbst über die Platzierung seiner Gäste.
Trump selbst hatte nach Haralds Tod auf X sein Beileid bekundet: "Er war ein starker, stolzer und respektierter Mann." Den Tod des Monarchen nannte er "ein echt großer Verlust". Die vollständige internationale Gästeliste hält das norwegische Außenministerium aus Sicherheitsgründen geheim. Marius nahm bereits an einer privaten Gedenkzeremonie im Palast teil. Bei der feierlichen Prozession am Montag half er gemeinsam mit weiteren Kindern und Enkeln des verstorbenen Königs dabei, den mit königlichen Flaggen bedeckten Sarg durch das Königliche Schloss zur Schlosskapelle zu tragen. Als Sohn von Königin Mette-Marit (53) gehört er zur Familie, im engeren offiziellen Sinne ist er jedoch kein Mitglied des norwegischen Königshauses. Wie die Verantwortlichen die Sitzordnung bei der Trauerfeier am kommenden Mittwoch letztlich gestalten, ist bislang nicht bekannt.


























