König Charles überlässt Harrys Titelentzug wohl William

König Charles überlässt Harrys Titelentzug wohl William

- Janine Karrasch
Lesezeit: 3 min
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König Charles III. (77) plant offenbar nicht, Prinz Harry (41) und Herzogin Meghan (45) ihre royalen Titel zu entziehen. Stattdessen ließ der Monarch am Montag über seinen Lord Chamberlain Richard Benyon einen offiziellen "Brief zur Klarstellung" veröffentlichen. Darin heißt es, es gebe "keine Änderung" am aktuellen Status des Ehepaares, ihre Titel als "Royal Highness" blieben weiterhin ausgesetzt und würden nicht verwendet, berichtet Hello! Anlass ist die kürzliche Rückkehr des Paares mit den Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) nach Großbritannien; die beiden sind bereits an einer britischen Schule angemeldet. Royalexpertin Katie Nicholl erklärte im Podcast "The Royals Uncensored", der König wolle mit seiner zurückhaltenden Linie vor allem eines vermeiden: neue Konflikte innerhalb der Familie. "Ich glaube, der König will einfach nur Frieden", so Nicholl.

Ein Royalinsider sieht in Charles' Brief eine klare Haltung: "Der König könnte sich nicht deutlicher ausdrücken: Ihr seid zwar nach Großbritannien zurückgekehrt, aber ihr seid auf euch allein gestellt", zitiert ihn der Mirror. Sollte künftig doch über eine Aberkennung der Titel entschieden werden, dürfte diese Entscheidung laut Nicholl nicht mehr beim amtierenden König liegen, sondern bei dessen Nachfolger. "Wenn es darauf hinausläuft, dass jemand Titel entzieht, wird William das übernehmen müssen. Der König überlässt William nun fast das Harryproblem", sagte die Expertin im selben Podcast. Publizistin Maureen Callahan ging in derselben Sendung noch weiter und behauptete, die Titel würden fallen, sobald William den Thron besteige. Zwischen den Brüdern besteht seit Längerem ein angespanntes Verhältnis. Eine Versöhnung ist derzeit nicht in Sicht. Der aktuelle Brief aus dem Königshaus bekräftigt zudem, dass Harry und Meghan als "private Bürger" gelten und getrennt vom offiziellen Königshaus agieren; Sicherheitsfragen fielen weiterhin in die Zuständigkeit der Polizei. Das Paar hatte bereits 2020 seine Aufgaben als arbeitende Royals abgegeben und war nach Kalifornien gezogen.

Auf persönlicher Ebene dürfte für Charles vor allem die räumliche Nähe zu seinen Enkeln eine Rolle spielen: Archie und Lilibet hatte er nach eigenen Angaben seit 2022 nicht mehr gesehen. Der frühere Royalbutler Grant Harrold sagte gegenüber The Daily Express, der König sei sehr erfreut, die Kinder wieder in seiner Nähe zu haben; er habe nie ein abwesender Großvater sein wollen und wolle nun eine größere Rolle in ihrem Leben spielen. "Er ist ein sehr fürsorglicher Mann, und seine Familie bedeutet ihm viel. Er möchte nicht, dass sie mit offenen Fragen aufwachsen, deshalb ist dieser Umzug für den König sehr wichtig", so Harrold. Auch die karitative Arbeit der Sussexes dürfte für die Wiederannäherung von Bedeutung sein: Harry ist seit Jahren Schirmherr der Invictus Games, deren nächste Austragung im Juli 2027 in Birmingham stattfindet, und gründete 2006 die Stiftung Sentebale. Laut dem Brief des Königshauses soll die künftige karitative Tätigkeit des Paares weiterhin auf privater Basis erfolgen.

Prinz William, König Charles und Prinz Harry
Collage: Getty Images
Prinz William, König Charles und Prinz Harry
Herzogin Meghan und Prinz Harry, Februar 2026
Getty Images
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König Charles III. besucht die Animal and Plant Health Agency in York
Getty Images
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