Pamela Anderson: Hepatitis C galt für sie als Todesurteil
Pamela Anderson (59) hat bei der amfAR Venezia Gala 2026 offen über eine Zeit gesprochen, in der sie kaum Hoffnung auf Heilung hatte. Die 59-jährige Schauspielerin, die an diesem Abend mit dem Award of Courage geehrt wurde, erhielt Ende der 1990er-Jahre die Diagnose Hepatitis C. Zu jener Zeit habe es noch keine wirksame Heilungsmöglichkeit gegeben. "Es war ein Todesurteil. Mein Arzt sagte mir, dass ich wahrscheinlich noch etwa zehn Jahre zu leben hätte. Ich bin sicher, dass das meine Entscheidungen geprägt und negativ beeinflusst hat", erklärte sie vor den Gästen. Am meisten habe sie damals aber nicht der Gedanke an ihr eigenes Ende beschäftigt, sondern die Zukunft ihrer beiden Söhne, die zu diesem Zeitpunkt noch klein waren. "Es war nicht die Angst vor dem Tod, sondern die Angst davor, was mit meinen kleinen Kindern passieren könnte", so die Schauspielerin. "Es stellte mein Leben auf den Kopf", erklärte der frühere Baywatch-Star.
Mehr als ein Jahrzehnt lebte Pamela mit der Erkrankung, ehe eine neu entwickelte Therapie ihr neue Hoffnung gab. Die Behandlung konnte Hepatitis C vollständig heilen und wurde der Schauspielerin bereits früh angeboten. Der Zugang hatte jedoch einen hohen Preis: Weil ihre Versicherung die Kosten damals noch nicht übernahm, musste Pamela nach eigenen Angaben ihr gesamtes Bankguthaben dafür aufwenden. "Zehn verschwommene Jahre später gab es eine Heilung. Ich hatte Glück, sie wurde mir in einem frühen Stadium angeboten, und es kostete mich alles, was ich auf der Bank hatte", berichtete sie bei der amfAR Venezia Gala. Ein schlechtes Gewissen habe sie dennoch begleitet: "Ich fühlte enorme Schuld, weil anderen nicht derselbe Zugang gewährt wurde." Im November 2015 verkündete der frühere "Baywatch"-Star schließlich, nach zwölf Wochen Medikamenteneinnahme geheilt zu sein.
Die Diagnose habe über Jahre auch an ihrem Selbstwertgefühl genagt. Schon im September 2015 sprach Pamela in der Sendung "Watch What Happens Live" darüber, dass sie nach außen selbstbewusst gewirkt habe, während ständig eine dunkle Wolke über ihr geschwebt sei. Über Jahre setzte sie sich für mehr Aufklärung, bessere Testmöglichkeiten und den Abbau des Stigmas rund um Hepatitis C ein. Innerlich sei sie zugleich wütend und verängstigt gewesen. Auch nach ihrer Genesung begleitet sie diese Erfahrung bis heute. "Ich bin dankbar, heute sagen zu können, dass ich frei von Hepatitis C bin, aber meine Erfahrung mit Scham und Schuld war auch eine unbewusste Reise. Sie bleibt bei mir. Sie verfolgt mich", betonte Pamela in ihrer Gala-Rede.




















