König Haralds geheime Jagdausflüge nach Schweden enthüllt

König Haralds geheime Jagdausflüge nach Schweden enthüllt

- Melina Becker
Lesezeit: 2 min
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Jahrzehntelang reiste König Harald V. (†89) regelmäßig im Verborgenen und mit dem Jagdgewehr im Gepäck ins benachbarte Schweden. Erst nach dem Ableben des norwegischen Monarchen am 28. August 2026 sickerte durch, dass er über viele Jahre hinweg passionierter Stammgast bei Jagdausflügen im hohen Norden Schwedens war. Sein langjähriger Vertrauter, der Unternehmer und ehemalige IOC-Funktionär Gerhard Heiberg, brach nun gegenüber TV2 sein Schweigen und berichtete erstmals öffentlich von den geheimen Unternehmungen des Königs. Mit dabei war stets ein dritter Mann: der gemeinsame Freund Otto Grieg Tidemand, der die beiden überhaupt erst zu diesen Ausflügen eingeladen hatte. "Es war ein gemeinsamer Freund von uns, Otto Grieg Tidemand, der uns zur Jagd nach Nordschweden einlud. Und wir waren dort viele, viele Jahre", erinnerte sich Gerhard. Untergebracht war das Trio in einer schlichten Hütte in der nordschwedischen Landschaft Jämtland, wo die Männer gemeinsam auf Schneehühner ansaßen – weit weg von Kameras und Protokoll.

Abseits des royalen Protokolls herrschte bei den Männertrips eine ausgelassene Stimmung, die neben Jagdausflügen auch gemeinsames Nacktbaden umfasste. Die Gruppe scherzte zudem über eine mögliche Rückeroberung der ehemals norwegischen Regionen Jämtland und Härjedalen unter der Annahme, schwedische Soldaten hätten am Wochenende frei. "Wir hatten Waffen und Munition, und wir hatten den König des Landes dabei. Also mussten wir nur loslegen. Der König sollte das Land zurückbekommen, das wir verloren hatten", schilderte Gerhard die Scherze. Bei den Trips in den Norden blieb es allerdings nicht: Mit der Zeit weiteten die drei Männer ihre Reisen aus und gingen auch im Süden Schwedens auf Fasanenjagd.

Der Initiator dieser Jagdausflüge war selbst ein Mann mit einer außergewöhnlichen Biografie: Otto Grieg Tidemand diente im Zweiten Weltkrieg als Kampfpilot und ging als norwegischer Kriegsheld in die Geschichte ein. Nach dem Krieg schlug er eine erfolgreiche politische Laufbahn ein und leitete nacheinander das Handels- sowie das Verteidigungsministerium seines Landes. Die humorvollen Eroberungspläne des Trios basierten übrigens auf historischen Fakten, da die schwedischen Provinzen Jämtland und Härjedalen vom 12. bis zum 17. Jahrhundert tatsächlich zum norwegischen Staatsgebiet gehörten. Mit dem Frieden von Brömsebro im Jahr 1645 fielen die beiden Landschaften schließlich an Schweden. Die Freundschaft zwischen Harald und Gerhard hielt bis zuletzt – der König starb im Alter von 89 Jahren. Der Weggefährte fand schlichte Abschiedsworte: "Ich werde einen guten Freund vermissen."

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