

Suizidgedanken: Dolly Parton kämpfte sich aus Depressionen
Dolly Parton (†80) galt jahrzehntelang als personifizierte Unbeschwertheit – doch hinter der Fassade aus Glamour und Dauerlächeln lagen dunkle Zeiten verborgen. In einem Gespräch mit 60 Minutes Australia aus dem Jahr 2013, das nach ihrem Ableben am 25. August 2026 erneut Aufmerksamkeit erhält, sprach die Countryikone überraschend unverblümt über ihre gravierende Depression in den 1980er-Jahren. Damals geriet Dolly in eine Phase massiver privater, familiärer sowie körperlicher Belastungen – und erwog zeitweise sogar den Freitod. Irgendwann habe sie sich selbst vor eine finale Entscheidung gestellt: "Entweder bewegst du deinen fetten Hintern und tust etwas dagegen, oder du pustest dir gleich den Kopf weg." Für diesen Weg entschied sie sich jedoch schlussendlich nicht, wie sie im Interview verdeutlichte: "Und ich dachte: 'Nein, das werde ich nicht tun.' Wissen Sie, egal was ist, diese Gedanken kommen und gehen einfach."
Als Ursache für das seelische Tief identifizierte Dolly eine Kumulation zeitgleicher Krisen. Sie befand sich mitten in den Wechseljahren, kämpfte mit gynäkologischen Beschwerden, verarbeitete familiäre Belastungen und litt unter ihrem Gewicht. "Ich fühlte mich überhaupt nicht wohl in meiner Haut", beschrieb Dolly die damalige Lage. Während dieser Phase habe sie erstmals begriffen, weshalb Menschen zu Suchtmitteln greifen oder Suizid begehen. Halt boten ihr in jenen Tagen vorrangig ihr tiefes Gottvertrauen sowie ihr enges Umfeld, wie Dolly im Gespräch hervorhob: "Ich tat es nicht, weil ich weiter betete. Ich hielt weiter an Gott fest und klammerte mich an meine Freunde. Aber es ging mir durch den Kopf." Karriererückschläge seien hingegen keineswegs der Auslöser gewesen – geschäftliche Misserfolge hätten in ihr eher Zorn als Schwermut geweckt.
Um Dolly derart aus dem Gleichgewicht zu bringen, seien vor allem sehr persönliche Belastungen nötig gewesen: Schicksalsschläge im Kreis der Verwandtschaft oder emotionale Erschütterungen. Speziell das Leid ihrer Nächsten habe Dolly immer wieder enorm zugesetzt. Wenn im eigenen Umfeld eine Ehe scheiterte oder Nöte herrschten, nagten die Sorgen auch an ihr. "Ich mache mir zu viele Gedanken", bilanzierte Dolly hinsichtlich ihrer ausgeprägten Empathie für ihre Angehörigen. In der Rückschau deutete Dolly die seelische Krise als göttliche Fügung, die ihr helfen sollte, den Schmerz ihrer Mitmenschen künftig besser nachzuvollziehen.
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizid-Gedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.





















