Johnny Depp hasste Zusammenarbeit mit Benicio del Toro
Bei den Dreharbeiten zu "Fear and Loathing in Las Vegas" lagen Johnny Depp (63) und Benicio del Toro (59) offenbar nicht immer auf einer Wellenlänge. Regisseur Terry Gilliam erinnert sich vor allem an die völlig unterschiedlichen Arbeitsweisen seiner beiden Hauptdarsteller. "Johnny wusste genau, was er tat, aber Benicio war fast völlig außer Kontrolle, was uns alle wütend machte", erzählte er im Interview mit HeyUGuys. Auch andere Crewmitglieder seien mit Benicios unberechenbarem Spiel zeitweise überfordert gewesen. Während sich die Continuity-Verantwortliche über sein Verhalten beschwerte, habe der Tontechniker Probleme damit gehabt, dass der Schauspieler zu leise sprach. "Benicio war also nicht der beliebteste Typ am Set", fasste Terry zusammen.
Besonders Johnny soll die Arbeitsweise seines Kollegen zunehmend genervt haben. "Es war sehr lustig, weil Johnny richtig sauer auf Benicio wurde", erinnerte sich der Regisseur. Immer wieder habe der Schauspieler wissen wollen, was sein Kollege gerade mache. Terry schlug deshalb vor, Benicios Aufnahmen zuerst zu drehen, damit Johnny anschließend auf dessen Spiel reagieren könne. Davon wollte dieser allerdings nichts wissen: "Nein. Ich will zuerst drehen. Ich weiß, was ich tue, und es interessiert mich einen Scheiß, was er tut." Für Terry erwies sich die Reibung zwischen den beiden letztlich sogar als Vorteil. "Diese Spannung war am Ende eine gute Sache, weil sie das Ganze lebendig hielt", erklärte der Filmemacher. Trotz der unterschiedlichen Herangehensweisen hätten Johnny und Benicio im fertigen Film schließlich "perfekt zusammen" funktioniert.
Zu einer Freundschaft zwischen den beiden Darstellern kam es laut HeyUGuys auch nach dem Dreh nicht. Dass es an Filmsets nicht immer reibungslos läuft, erlebte Johnny Jahre später auch bei anderen Produktionen. Bei den Dreharbeiten zu "Jeanne du Barry – Die Favoritin des Königs" soll unter der Regie von Maïwenn eine angespannte Stimmung geherrscht haben. Die Regisseurin berichtete, dass Teile der Crew Schwierigkeiten mit Johnnys Verhalten gehabt hätten. Unter anderem habe Unsicherheit darüber bestanden, ob er pünktlich am Set erscheinen und seinen Text beherrschen würde. Die Reibereien bei "Fear and Loathing in Las Vegas" schadeten dem Film letztlich jedenfalls nicht: Die Verfilmung von Hunter S. Thompsons gleichnamigem Roman entwickelte sich nach ihrem Kinostart zum Kultfilm.




















