Herzogin Meghan wollte mehr Anerkennung von den Royals
2018 ging Herzogin Meghan (45) mit Prinz Harry (42) erstmals auf eine große Auslandsreise im Rahmen ihrer royalen Aufgaben. Australien, Neuseeland, Tonga und Fidschi standen auf dem Programm, die Tour wurde als großer Erfolg wahrgenommen. Laut The Mirror schildert Royalautorin Tina Brown in ihrem Buch "The Palace Papers: Inside the House of Windsor - the Truth and the Turmoil", dass Meghan nach dieser Reise offenbar zu der Überzeugung gelangte, die Monarchie brauche sie mehr, als sie selbst die Monarchie brauche. Nach der Rückkehr soll die ehemalige Schauspielerin laut der Autorin zudem irritiert gewesen sein, dass niemand mit einem Glückwunsch oder einem schlichten "Gut gemacht" auf ihren Einsatz reagiert habe. Sie habe sich innerhalb der Königsfamilie eine herausgehobene Position erhofft. "Sie hatte in dem Äquivalent eines Blockbusterfilms die Hauptrolle gespielt und wollte, dass ihr Status als Hauptdarstellerin im Rampenlicht entsprechend gewürdigt wurde", heißt es in dem Buch.
Lange währte Meghans Zeit als arbeitendes Mitglied der britischen Königsfamilie allerdings nicht. Nach ihrer Hochzeit mit Harry in Windsor gehörte sie zunächst offiziell zum Kreis der Royals. Ende 2019 verbrachten die beiden mit ihrem Sohn Archie (7) eine rund sechswöchige Auszeit in Kanada. Am 8. Januar 2020 kündigten sie an, als hochrangige Mitglieder der Königsfamilie zurückzutreten und finanziell unabhängig zu werden. Ab Ende März 2020 nahmen sie keine offiziellen royalen Aufgaben mehr wahr und verlegten ihren Lebensmittelpunkt nach Kalifornien, später nach Montecito. Zudem soll Meghan laut Tina Brown wenig Begeisterung für das Leben als Royal empfunden und hohe Erwartungen an ihre eigene Stellung innerhalb der Familie gehabt haben. Meghan selbst hatte 2021 im Interview mit Oprah Winfrey (72) erklärt, dass sie ihre künftige Rolle zu Beginn unterschätzt habe: "Ich ging naiv an die Sache heran, weil ich nicht damit aufgewachsen bin, viel über die Königsfamilie zu wissen. Ich hatte nicht vollständig verstanden, worin meine Aufgabe bestand."
Seit ihrem Rückzug aus dem Königshaus sind inzwischen mehr als sechs Jahre vergangen, doch Meghan und Harry sehen sich weiterhin mit Kritik konfrontiert, insbesondere wegen ihres Umgangs mit Öffentlichkeit und Medien. Der frühere Pressesprecher von Königin Elizabeth II. (†96), Dickie Arbiter, warf dem Paar im Onlineformat "Daily Expresso" der britischen Zeitung Daily Express vor, die eigene Selbstdarstellung gezielt auf das US-Fernsehen zugeschnitten zu haben. Besonders die Netflix-Dokuserie der Sussexes sei in amerikanischen Frühstücksformaten aus seiner Sicht teilweise wie eine Tatsachendarstellung behandelt worden. Von der wiederkehrenden Kritik unbeeindruckt leben Meghan und Harry weiterhin mit ihren zwei Kindern in Montecito. Die zweifache Mutter widmet sich dort unter anderem mehreren Medienprojekten und ihrer Lifestylemarke As Ever.























