Neu bei ARD: Dorothea Wierer wird Biathlon-Expertin
Dorothea Wierer (36) steht schon bald wieder bei den Biathlonrennen im Mittelpunkt – allerdings nicht mehr auf der Loipe, sondern vor der Kamera. Nur wenige Monate nach dem Ende ihrer Karriere verstärkt die Südtirolerin künftig die ARD als neue "Sportschau"-Expertin für Biathlon, wie der Sender bekannt gab. Bei den Übertragungen soll die viermalige Weltmeisterin und zweimalige Gesamtweltcupsiegerin die Wettkämpfe analysieren und sich dabei mit Olympiasieger Arnd Peiffer abwechseln. Damit tritt sie in Erik Lessers Fußstapfen. Denn der Weltmeister in der Verfolgung von 2015 hat seinen Posten abgegeben, um sich auf seine Karriere als Trainer zu konzentrieren. "Das ist eine ganz tolle, aber auch große Aufgabe für mich. Die Biathlonübertragungen in der ARD sind bei den aktiven Athletinnen und Athleten sehr anerkannt, nicht nur bei den Deutschen", freute sich Dorothea über ihre neue Rolle. "Ich bin ein bisschen stolz, jetzt selbst Teil dieses Teams zu werden."
Dass der Sender die Italienerin ganz oben auf seiner Liste hatte, machte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky unmissverständlich klar: "Dorothea Wierer war unsere Wunschkandidatin." Die Neuverpflichtung bringt umfangreiche Erfahrung aus dem Spitzensport mit: In ihrer langen Laufbahn lernte sie die Abläufe bei internationalen Rennen genauso kennen wie den Druck, der bei großen Meisterschaften auf den Athletinnen und Athleten lastet. Sportlich wird es für die ehemalige Biathletin aber auch abseits des TV-Studios nicht ruhiger. Über Social Media kündigte sie bereits an, vom 23. bis 27. September bei einem Hyrox-Event in Rom an den Start zu gehen. Bei diesem Wettkampfformat müssen insgesamt acht Kilometer gelaufen werden, wobei nach jedem Kilometer Stationen mit verschiedenen Kraft- und Ausdauerübungen absolviert werden.
Dorothea beendete ihre aktive Karriere im Februar 2026 bei den Olympischen Winterspielen. Eine schöne Hommage an ihren Werdegang: Sie lief ihr letztes Rennen in ihrer Heimat Antholz. Dort nahm auch die deutsche Biathletin Franziska Preuß (32) nach dem Massenstart Abschied vom Leistungssport. In ihrer Abschiedserklärung blickte Dorothea damals vor allem auf die menschliche Seite ihrer Laufbahn zurück. "Danke an Biathlon, ich habe viele Menschen getroffen, die zu meinen Freunden wurden, ich habe gelernt, was meine Grenzen, meine Stärken und meine Schwächen sind, besonders wenn man unter Druck steht", hieß es darin. Durch das neue Engagement beim öffentlich-rechtlichen Sender bleibt die Sportlerin dem Biathlon in veränderter Rolle verbunden, während sie sich parallel neuen sportlichen Herausforderungen widmet.

























