Dianas Bruder erhebt schwere Vorwürfe gegen die Royals
Charles Spencer (62) erhebt schwere Vorwürfe gegen die britische Königsfamilie. In seinen bald erscheinenden Memoiren "Swan Song: Diana, My Sister" blickt der Bruder von Prinzessin Diana (†36) auf deren Beerdigung im Jahr 1997 zurück und schildert, wie er den Tag erlebte – und wie sehr ihn dabei der Umgang mit seinem damals zwölfjährigen Neffen Prinz Harry (42) beschäftigte. In Auszügen des Buches, die Daily Mail vorab veröffentlichte, beschreibt er den Jungen als auffallend klein, schmächtig und völlig verlassen. "Ich fragte mich, wie um alles in der Welt dieses gebrochene Kind die Tortur dieses Augenblicks ertragen sollte oder wie man von ihm überhaupt erwarten konnte, mit der Qual fertigzuwerden, die der bevorstehende Tag unweigerlich mit sich bringen würde", schreibt er in seinem Buch. Aus seiner Sicht sei Harry viel zu jung für eine derart enorme Belastung gewesen. Dennoch habe man ihn mit seinem Schmerz und seinen Qualen weitgehend sich selbst überlassen.
Besonders eindrücklich in Erinnerung blieb Charles die gemeinsame Zugfahrt im Anschluss an die Trauerfeier. Nach den erschütternden Ereignissen des Vormittags habe er beobachtet, wie sein Neffe außer Kontrolle geriet, ohne dass ihm jemand die nötige Ruhe und Zuwendung schenkte, die er benötigt hätte. "Meine wichtigste Erinnerung an diese Zugfahrt ist meine Sorge über den Mangel an erkennbarer Fürsorge für Harry, als er nach dem Grauen des Vormittags versuchte, wieder zur Ruhe zu kommen", heißt es in dem Buchauszug. "Er brauchte natürlich Dianas Umarmungen, und die würden ihm für immer verwehrt bleiben. Doch statt Ruhe und Fürsorge ließ man ihn außer Kontrolle geraten", schreibt Charles weiter. Rückblickend ist er überzeugt, dass eine fürsorglichere Hand dem Jungen damals und für seine weitere Zukunft enorm geholfen hätte. Auch Dianas ehemaliger Butler äußerte sich zuvor bereits ähnlich. Paul Burrell (68) zufolge hätte Harrys Leben womöglich ganz anders ausgesehen, hätte er nicht den frühen Tod seiner Mutter verkraften müssen. Charles betont jedoch ausdrücklich, dass er seine Schilderungen aus seiner persönlichen Perspektive wiedergibt: als trauernder Bruder Dianas und als Onkel, der sich um ihre beiden Söhne sorgte.
Harrys älteren Bruder Prinz William (44) schildert Charles am Morgen der Beerdigung ebenfalls als schwer leidend – allerdings gefasster und reifer. Groß, gut aussehend und würdevoll sei der Teenager damals aufgetreten und habe ihn stark an seine Schwester Diana erinnert. Auch um ihn habe er sich Sorgen gemacht, schreibt der Autor. Doch es war vor allem Harry, der seine Aufmerksamkeit beanspruchte, weil der Zwölfjährige auf ihn deutlich schutzbedürftiger wirkte. In den Memoiren finden sich zudem weitere Behauptungen über König Charles III. (77). Unter anderem soll der damalige Prinz Charles nach Dianas Tod gesagt haben: "Sei unbesorgt, wir werden sie schon bald vergessen." Am Telefon habe er "überschwänglich begeistert … wie ein Lottogewinner" geklungen, wirft Dianas Bruder ihm vor. Der Buckingham-Palast reagierte in einer offiziellen Stellungnahme bereits ungewöhnlich deutlich auf die Anschuldigungen: "Der Schmerz geschwisterlicher Trauer kann das Urteilsvermögen trüben", heißt es dort.

























