König Charles kontert Dianas Bruder nach brisantem Vorwurf
König Charles III. (77) lässt die schweren Vorwürfe seines einstigen Schwagers Charles Spencer (62) nicht unkommentiert. Nachdem britische Medien am späten Mittwochnachmittag erste Auszüge aus den Memoiren "Swan Song: Diana, My Sister" veröffentlicht hatten, meldete sich der Buckingham-Palast noch am selben Abend mit einem Statement – ungewöhnlich schnell und deutlich. In dem Buch behauptet Dianas (†36) Bruder, Charles habe kurz nach dem Tod der Prinzessin am 31. August 1997 in einem Telefonat über ihre Söhne Prinz William (44) und Prinz Harry (42) gesagt: "Seien Sie versichert, wir werden sie bald genug vergessen!" Der Palast stellte daraufhin insbesondere das Erinnerungsvermögen des Earls infrage. "Grundsätzlich äußern wir uns nicht zu Büchern. Seine Majestät ist sich jedoch bewusst, dass der Schmerz brüderlicher Trauer das Urteilsvermögen trüben, die Vernunft beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise färben kann, die andere viele Jahre nach einem solchen Verlust nicht so erkennen", hieß es in der Erklärung.
Für den Royal-Experten Richard Eden liegt das eigentliche Problem allerdings nicht in der Schilderung des Earls, sondern im Umgang des Königshauses damit. "Ich denke, es war völlig fehlgeleitet, so schnell auf diese Weise zu reagieren", erklärte der Daily-Mail-Redakteur. Dabei verwies er auf das bisherige Vorgehen der Familie: Selbst nach Harrys Memoiren und den darin enthaltenen sensiblen Enthüllungen über mehrere Royals hatte der Palast geschwiegen. Nun habe man sich dagegen wegen der Wiedergabe eines Satzes, der fast 30 Jahre zurückliegt, umgehend zu einem Statement hinreißen lassen. Sein Urteil dazu fiel entsprechend deutlich aus: "Ich denke, es ist ein schrecklicher Fehler." Seine Kollegin Rebecca English wollte sich hingegen nicht darauf festlegen, ob die offensive Reaktion richtig oder falsch war. Auffällig bleibt: Die Formulierung des Palasts weist Spencers Darstellung nicht Wort für Wort zurück, macht jedoch unmissverständlich deutlich, dass der König die Erinnerung seines früheren Schwagers infrage stellt.
Das Buch von Spencer soll bereits am 22. September erscheinen. Nach eigenen Angaben entschied sich der Earl für die Memoiren, weil ihn im Vorfeld des bevorstehenden 30. Todestages seiner Schwester zahlreiche Interviewanfragen erreichten und er ihre Geschichte aus seiner eigenen Perspektive erzählen wollte. "Das Ziel dieses Buches ist es, die Wahrheit über Diana aus der Sicht ihres Bruders zu erzählen, so wie ich es auch bei ihrer Trauerfeier versucht habe", erklärte er laut einer Presseerklärung, die Krone.at vorliegt. Und weiter: "Wie bei meiner Trauerrede möchte ich für Diana sprechen und dies auf offen positive Weise tun." In einem weiteren bereits veröffentlichten Auszug schildert er zudem ein Gespräch mit seiner Schwester im Londoner Restaurant San Lorenzo. Dort habe Diana ihm eröffnet, dass sie sich von Charles trennen wolle.


























