Charles Spencer zieht Parallelen zwischen Diana und Harry

Charles Spencer zieht Parallelen zwischen Diana und Harry

- Louisa Riepe
Lesezeit: 2 min
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Charles Spencer (62) erkennt im Umgang der Boulevardpresse mit Prinz Harry (42) und Herzogin Meghan (45) deutliche Parallelen zum Schicksal seiner verstorbenen Schwester Prinzessin Diana (†36). In einem BBC-Interview auf seinem Anwesen Althorp spricht der Earl mit Laura Kuenssberg über die aus seiner Sicht erschreckenden Gemeinsamkeiten. In der Berichterstattung über Harry und seine Frau Meghan nehme er "Echos" dessen wahr, was Diana einst erlebt habe. Dabei übt Charles scharfe Kritik am Einfluss der Presse auf die Betroffenen. Wenn Menschen jeden Tag auf diese Weise niedergemacht würden, müsse das für sie ein "krebsgeschwürartiger Einfluss auf ihr Leben" sein, erklärt er gegenüber dem Sender. Der Bruder der verstorbenen Prinzessin fordert deshalb, Konsequenzen aus der Vergangenheit zu ziehen. Die Öffentlichkeit müsse aus Dianas Beispiel lernen, betont er.

Auf die Frage, ob Diana sich mit dem Druck identifiziert hätte, dem Harry und Meghan derzeit ausgesetzt sind, erinnert Charles an besonders unangenehme Boulevardberichte über seine Schwester. Er habe selbst miterlebt, wie sehr Diana unter der öffentlichen Kritik gelitten habe. Aufgrund der Berichterstattung habe er bei ihr "Tränen der Verzweiflung" gesehen, erzählt Charles gegenüber der BBC. Sie sei "sehr, sehr empfindlich gegenüber Kritik" gewesen und dadurch stark heruntergezogen worden. Gleichzeitig macht er deutlich, dass er weder stellvertretend für Harry und Meghan spreche noch einseitig Partei ergreife. "Ich stehe auf der Seite der Söhne meiner verstorbenen Schwester, auf der Seite von beiden, und wenn einer von ihnen etwas bräuchte, wäre ich gleichermaßen für ihn da", stellt er klar. Die Aussagen erfolgen kurz vor der Veröffentlichung seines Buches "Swan Song: Diana, my Sister". Darin verarbeitet Charles persönliche Erinnerungen an Diana und befasst sich mit schweren Vorwürfen im Zusammenhang mit ihrem Tod.

Auch Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen sich durch Charles' Buchprojekt bestätigt gefühlt haben. In der Kolumne "Naughty But Nice" von Rob Shuter hieß es unter Berufung auf einen Insider, Harry habe in den Schilderungen seines Onkels genau jene Mechanismen wiedererkannt, gegen die er und Meghan seit dem Bruch mit dem Palast öffentlich ankämpfen. "Harry fühlt sich vollkommen bestätigt", wurde die Quelle zitiert. Und weiter: "Harry und Meghan glauben, dass Dianas Geschichte zeigt, was geschieht, wenn der Schutz der Institution wichtiger wird als der Schutz des Menschen."

Prinz Harry und Herzogin Meghan
Dutch Press Photo Agency / ActionPress
Prinz Harry und Herzogin Meghan
Prinzessin Diana, April 1983
Getty Images
Prinzessin Diana, April 1983
Charles Spencer im Mai 2024
Getty Images
Charles Spencer im Mai 2024
Hat Charles Spencer recht: Muss die Öffentlichkeit aus Dianas Geschichte im Umgang mit Harry und Meghan lernen?