Immer noch unklar: Wer erbt Dolly Partons Millionenvermögen?

Immer noch unklar: Wer erbt Dolly Partons Millionenvermögen?

- Marina Birner
Lesezeit: 3 min
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Seit dem Tod von Dolly Parton (†80) am 25. August beschäftigt viele Fans eine Frage: Was passiert mit dem Vermögen der Countrylegende? Die Sängerin starb im Alter von 80 Jahren nach einem kurzen Kampf gegen Krebs und hinterließ ein Vermögen, das auf rund 650 Millionen Dollar (580.149.946 Euro) geschätzt wird. Es ist bis heute nicht öffentlich bekannt, wen sie in ihrem Testament als Begünstigten bestimmt hat. Lediglich ihre Anwälte und die Personen, die mit der Abwicklung ihres Nachlasses betraut sind, dürften laut OK! über alle Vorgänge informiert sein. Direkte Erben im klassischen Sinne gibt es nicht: Dolly und ihr Mann Carl Dean hatten keine eigenen Kinder. Und Carl entschlief bereits im März 2025 nach fast 60 Ehejahren. Ihr Geld, ihre Immobilien und ihre Geschäftsanteile liegen nun im DP Dean Trust, den die Musikerin noch zu Lebzeiten eingerichtet hatte. Verwaltet wird dieser nun von ihrem langjährigen Manager Danny Nozell und der Pinnacle Bank.

Als mögliche Erben kämen sechs noch lebende Geschwister sowie zahlreiche Nichten und Neffen infrage. Ob Familienmitglieder, wohltätige Organisationen oder beide Seiten bedacht wurden, ist unklar. Carl hatte sein Vermögen laut Us Weekly in einen Trust zugunsten seiner Frau eingebracht und dabei auch auf Angehörige des Paares verwiesen – ob Dollys Nachlassplan ähnlich aufgebaut ist, weiß die Öffentlichkeit nicht. Bereits im September 2026 kam es zum Streit mit ihrem Neffen und früheren Sicherheitschef Bryan Seaver. Nach Informationen von TMZ beendete die Trustverwaltung die Zusammenarbeit mit ihm und seinen Sicherheitsfirmen an allen Anwesen. So wurden Dollys Haus, ihr Museum und ihr Lager in Nashville fortan von neuem Wachpersonal betreut. Daraufhin beschuldigte Bryan Danny und die Bank öffentlich, entgegen Dollys Willen zu handeln: "Wir bleiben unerschütterlich entschlossen, ihren letzten Auftrag zu erfüllen, ihre Familie zu schützen, und wir lassen uns nicht von jenen einschüchtern, deren Handlungen unserer Ansicht nach in böser Absicht und mit dem Ziel erfolgen, vom Leben eines Menschen zu profitieren, der bereitwillig so viel gegeben hat." Sein persönlicher Anteil am Trust soll von der Entlassung unberührt bleiben.

Dabei hatte die Musikerin schon Jahre vor ihrem Tod rechtlich vorgesorgt und einen auf Nachlassfragen spezialisierten Anwalt engagiert. Ihrer Familie wollte sie öffentliche Auseinandersetzungen ersparen, wie es sie nach dem Tod von Aretha Franklin (†76) oder Prince (†57) gegeben hatte. "Ich würde dieses Chaos niemand anderem hinterlassen wollen", sagte sie 2020 dem Billboard-Magazin. Zugleich appellierte sie an Kollegen: "Ein Wort an alle anderen Künstler da draußen: Wenn ihr diese Vorkehrungen noch nicht getroffen habt, dann tut es. Ihr wollt eurer Familie dieses Chaos nicht hinterlassen, sodass die Menschen darum streiten müssen. Ihr müsst euch selbst darum kümmern, auch wenn es verdammt lästig ist – und das ist es." Dennoch verklagte ihr Unternehmen She's Alive LLC den Neffen, weil er mit Drohungen Geld aus dem Nachlass erpresst haben soll. Das weist Bryan laut ABC News zurück. Seine Worte seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Ein Gericht in Nashville ordnete am 23. September 2026 per einstweiliger Verfügung an, dass er sich nicht mehr in die Angelegenheiten der Firmen einmischen und zu deren Mitarbeitern einen Abstand von etwa 305 Metern einhalten muss. Am 6. Oktober wurde ihm zusätzliche Vorbereitungszeit eingeräumt. Die nächste Anhörung soll am 20. Oktober stattfinden.

Dolly Parton, Hollywood, 9. Januar 2012
Getty Images
Dolly Parton, Hollywood, 9. Januar 2012
Dolly Parton mit Ehemann Carl Thomas Dean
Imago
Dolly Parton mit Ehemann Carl Thomas Dean
Dolly Parton in Paris, September 1983
Getty Images
Dolly Parton in Paris, September 1983
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