ApoRed in Nordzypern zum "unerwünschten Ausländer" erklärt

ApoRed in Nordzypern zum "unerwünschten Ausländer" erklärt

- Michelle Hinz
Lesezeit: 2 min
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Für ApoRed, der mit bürgerlichem Namen Ahmad Nadim Ahadi heißt, könnte der Aufenthalt in Nordzypern nun schon bald vorbei sein. Wie Comicschau berichtet, stufte der dortige Ministerrat den YouTuber offiziell als "unerwünschten Ausländer" und "verbotenen Migranten" ein. Der Beschluss war bereits auf einer Regierungswebsite abrufbar und wurde nun vom YouTuber Mexposed öffentlich gemacht. Als Grundlage nennt das Kabinett einen Sicherheitsbericht der Polizeigeneraldirektion sowie entsprechende Bestimmungen des nordzyprischen Ausländer- und Einwanderungsrechts. In dem Beschluss heißt es, ApoRed werde entsprechend eingestuft, "da die Möglichkeit besteht, dass er eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und den öffentlichen Frieden darstellt."

Die möglichen Folgen sind weitreichend: ApoRed verliert demnach sein Aufenthaltsrecht in Nordzypern, auch eine erneute Einreise soll ihm künftig verwehrt bleiben. Sollte die Polizei ihn bei einer Kontrolle antreffen oder gezielt nach ihm suchen, könnte sie ihn festnehmen und in Abschiebehaft bringen. Wie Comicschau berichtet, würde ihn eine Abschiebung zunächst in die Türkei führen, da es von Nordzypern aus keine Direktflüge nach Deutschland gibt. Von dort aus könnte er dann nach Deutschland weiterreisen, wo bereits ein Haftbefehl gegen ihn vorliegen soll. Ein X-Account, den einige Nutzer für einen Zweitaccount des Webstars halten, widerspricht unterdessen der Einschätzung, dass die Lage derart ernst sei, und verweist auf die Möglichkeit einer Klage. Ob ApoRed tatsächlich juristisch gegen die Entscheidung vorgehen wird, ist bislang unklar.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Streamer in Nordzypern aufgehalten, zuvor war er zwischen Dubai und Istanbul gependelt. Die nur von der Türkei anerkannte Region galt für ihn laut Comicschau bislang als vergleichsweise sicher, da von dort in der Regel nicht abgeschoben wird. Doch gegen ApoRed stehen schwere Vorwürfe im Raum: YouTuber MiiMii hatte die Erlebnisse von drei Mädchen öffentlich gemacht, die zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Geschehnisse 15, 16 und 17 Jahre alt gewesen sein sollen. Eines der Mädchen beschuldigte ApoRed, sie missbraucht zu haben. Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen nahm die Polizei Ermittlungen wegen Sexualdelikten auf. Wie es für ApoRed nun weitergeht, bleibt abzuwarten.

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