Cynthia Erivo verrät den Grund für zahlreiche Filmabsagen
Cynthia Erivo (39) bekommt offenbar zahlreiche Drehbücher angeboten, sagt aber die meisten Rollen ab. Im Gespräch mit The Hollywood Reporter erklärte die Schauspielerin, woran sie erkennt, ob ein Projekt zu ihr passt. Dabei vertraue sie auf ihr Bauchgefühl: "Ich habe das Gefühl, dass ich ein inneres Metronom habe, das mir sagt, wann etwas das Richtige für mich ist und wann nicht", beschrieb sie ihren Entscheidungsprozess. Dieser innere Taktgeber sei auch der Grund, warum sie viele Rollen ablehne. Bei ihrem neuen Film "Prima Facie" habe sie dagegen sofort gespürt, dass es passt. Es ist ihre erste große Rolle seit ihrem Auftritt als Elphaba in Wicked: For Good. Bei der Promotion für das Projekt sprach die Britin nun über ihre Arbeitsweise.
In "Prima Facie" spielt Cynthia eine Anwältin, die vergewaltigt wird. Ausschlaggebend für ihre Zusage war vor allem die gesellschaftliche Bedeutung des Stoffes. "Ich wusste einfach sofort, dass ich das machen wollte, weil ich wusste, wie wichtig es war. Ich hatte außerdem das Gefühl, dass es noch wichtiger war, als mir überhaupt bewusst war, und ich wollte ein Teil davon sein", erzählte sie im Gespräch. Im Zentrum steht für die Darstellerin dabei weniger die Tat selbst als vielmehr die Frage nach Zustimmung. "Zustimmung ist für uns alle manchmal schwer zu begreifen. Es ist eine große, komplexe Sache, bei der es mehr darum geht, wie wir ein 'Nein' aufnehmen, als darum, wie wir ein 'Ja' sehen", führte sie aus. Sie ergänzte: "Jetzt können wir darüber mehr sprechen als über die Vergewaltigung. Es geht wirklich um die Zustimmung und darum, wie fehlende Zustimmung aufgenommen wird."
Das ernste Thema brachte auch einige besonders belastende Drehtage mit sich. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Daniel Ings musste Cynthia Szenen spielen, die emotional viel von beiden Darstellern verlangten. Umso mehr lobte sie die Intimitätskoordination am Set, die ihnen dabei half, sich möglichst sicher und wohlzufühlen. Gegenüber The Hollywood Reporter sagte sie weiter: "Ich glaube, Intimitätskoordinatoren bekommen nicht genug Anerkennung. Für die Arbeit, die sie am Set leisten müssen, werden sie oft kritisiert." Ihre Aufgabe gehe weit über die Choreografie körperlicher Nähe hinaus: "Aber ihre Arbeit ist wirklich wichtig, und es geht nicht nur darum, eine Szene zu choreografieren, eine Sexszene, eine Liebesszene, eine romantische Szene – manchmal müssen sie nicht nur diese wirklich schwierigen, erschütternden Szenen choreografieren, sondern auch dafür sorgen, dass alle wieder sicher in ihren Körper zurückfinden."


























