Nach Hirnblutung bekam Sharon Stone keine Jobangebote mehr

Nach Hirnblutung bekam Sharon Stone keine Jobangebote mehr

- Patricia Schlösser-Christ
Lesezeit: 3 min
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Sharon Stone (68) stand 2001 auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch von einem Moment auf den anderen stellte eine lebensgefährliche Hirnblutung ihr Leben vollkommen auf den Kopf. Nach der Blutung musste sie grundlegende Fähigkeiten wie Gehen, Sprechen und Lesen komplett neu erlernen. In einem Interview mit ELLE Spain sprach die Schauspielerin nun offen darüber, welche Folgen der medizinische Notfall für ihre Karriere hatte. Zwar kämpfte sie sich entgegen aller ärztlichen Prognosen zurück ins Leben, doch die Angebote aus Hollywood blieben auch nach ihrer Genesung jahrelang nahezu aus. "Entgegen allen Widrigkeiten gelang es mir, mich zu erholen, aber die Jobangebote verschwanden", erklärte sie gegenüber dem Magazin. Erst jetzt öffnen sich für sie wieder neue berufliche Türen – unter anderem durch ihre Rückkehr vor die Kamera für die dritte Staffel der HBO-Erfolgsserie Euphoria.

Im Interview mit dem Magazin erklärte die Schauspielerin, dass der Umgang der Filmbranche mit erkrankten Frauen fragwürdig war. "Wenn dir damals als Frau etwas passierte, warst du erledigt", sagte sie. Zudem seien viele ihrer Beeinträchtigungen für Außenstehende gar nicht sichtbar gewesen. Neben den Schwierigkeiten beim Lesen litt sie über Jahre hinweg unter Einschränkungen ihres Sehvermögens und ihres Gedächtnisses – Hürden, die die Suche nach neuen Rollen zusätzlich erschwerten. Rund sieben Jahre habe ihre Genesung insgesamt gedauert. Bis heute leidet die Darstellerin nach eigenen Angaben gelegentlich unter Krampfanfällen. Dennoch hat es Sharon zurück vor die Kamera geschafft. In der dritten Staffel von "Euphoria" spielt sie eine mächtige Hollywoodmanagerin. Außerdem wird sie in zwei bislang unveröffentlichten Filmen zu sehen sein.

Der gesundheitliche Zusammenbruch erwischte die Schauspielerin im Alter von 43 Jahren. Damals hatte Sharon gerade ihren Adoptivsohn Roan zu sich genommen, der zu diesem Zeitpunkt erst 16 Monate alt war. Die sogenannte Subarachnoidalblutung brachte die Hollywoodikone an die Schwelle des Todes. Während dieser Nahtoderfahrung nahm sie nach eigenen Angaben ein weißes Licht sowie bereits verstorbene Menschen wahr. Ihre Erfahrungen verarbeitet Sharon inzwischen auch künstlerisch. Neben der Schauspielerei widmet sie sich seit einigen Jahren der Malerei. Dass ihr öffentliches Image wenig mit ihrem Wesen zu tun hat, betonte sie im Interview ebenfalls: "Den Menschen fällt es sehr schwer zu verstehen, dass ich eine verletzliche Künstlerin bin, körperlich klein, schüchtern, zurückhaltend, einsam, lieb, feinfühlig und empathisch." In ihre Kunst lässt Sharon all diese Eigenschaften sowie ihre Lebenserfahrungen einfließen. So steht beispielsweise ihr rätselhaftes Selbstporträt mit dem Titel "The Bridge" sinnbildlich für ihren Weg bis an die Grenze des Todes und wieder zurück ins Leben – und auf die große Leinwand.

Sharon Stone bei Variety's Power of Women im Beverly Hills Hotel, fotografiert von Amy Sussman/Getty Images
Getty Images
Sharon Stone bei Variety's Power of Women im Beverly Hills Hotel, fotografiert von Amy Sussman/Getty Images
Sharon Stone beim Screening von "Diamond" bei den 79. Filmfestspielen von Cannes im Palais des Festivals, 19. Mai 2026
Getty Images
Sharon Stone beim Screening von "Diamond" bei den 79. Filmfestspielen von Cannes im Palais des Festivals, 19. Mai 2026
Sharon Stone bei der Premiere von "Fjord" beim 79. Filmfestival von Cannes, Mai 2026
Getty Images
Sharon Stone bei der Premiere von "Fjord" beim 79. Filmfestival von Cannes, Mai 2026
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